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Oschatz Geocaching: Auf zur modernen Schatzsuche in die Dahlener Heide
Region Oschatz Geocaching: Auf zur modernen Schatzsuche in die Dahlener Heide
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00:33 30.07.2015
Patrick Henschler startet mit Kindern aus dem Rüstzeitheim zur Geocaching-Schnuppertour rund um Schmannewitz. Quelle: Bärbel Schumann
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Schmannewitz

"Ich bin Neuling auf dem Gebiet", gesteht der Praktikant, der derzeit im Einsatz im Schmannewitzer Rüstzeitheim ist. Ihn begleiten Mädchen und eine Erzieherin einer Gruppe aus dem Landkreis Köthen. Sie nehmen an den Schnupperangeboten zum Geocaching teil und gehören zu den mehr als fünf Dutzend Interessenten, die an diesem Nachmittag auf das Areal der Schmannewitzer Tourismusinformation zum 3. Schmannewitzer Wandertag gekommen sind.

Für jedes Alter werden auch diesmal Angebote dank der Unterstützung von Vereinen, Stadtverwaltung und Sponsoren unterbreitet. Die Palette reicht vom Schnupperkurs Geocaching, einer Schatzsuche für die Jüngsten zu Fuß im Wald, dem Besuch des Bauernmuseums, Spiel- und Spaßangeboten sowie der Einladung zu Kaffee, Kuchen und Fettbemmen. Im angrenzenden Feuerwehrdepot lädt die Schmannewitzer Ortswehr zu einem Tag der offenen Tür ein, an dem das neu angeschaffte Tanklöschfahrzeug angeschaut werden kann.

Doch zum Auftakt des Wandertages steht erst einmal das Thema Geocaching im Vordergrund. Gert Gabriel, ein Schmannewitzer, der seit einigen Jahren für sich und seine Familie das Geocaching, übersetzt auch reale Outdoor Schatzsuche, entdeckt hat, gibt eine kurze Einführung. "Mit dem GPS-Gerät kann man navigieren und so zu bestimmten Koordinaten gelangen, wo ein Geocache, ein versteckter Behälter, zu finden ist. In ihm sind dann, oft als Rätsel oder Aufgabe formuliert, die Daten des nächsten Zieles zu finden", erzählt er.

Drei Punkte oder auch besser Schätze hat Gert Gabriel für den Schnupperkurs ausgelegt. Die Route, an der sie liegen, ist zirka vier Kilometer lang und führt zur Toten Magd, zu Brehms Ruh und die Juwelbank. Schon Tage zuvor hat er alles vorbereitet, Daten ermittelt, Aufgaben und Rätsel formuliert und schließlich in Behältnissen alle Informationen ausgelegt. Diesmal dreht sich bei ihm alles um gern gesehene und auch unbeliebte Heidegäste.

Drei Gruppen schickt Gert Gabriel auf den Weg. Zu einer von ihnen gehört Heidrun Vesper mit ihrer Enkelin Nikita-Anna. "Wir sind einfach neugierig, wie das funktioniert. Es ist auf alle Fälle schon mal spannend", meint die Oschatzerin. "Und wenn wir mal nicht weiter wissen, können wir ja Herrn Gabriel anrufen. Er hat versprochen, zu helfen." Übrigens, ein extra GPS-Gerät muss man heute nicht unbedingt besitzen, um Geocaching zu betreiben. Jedes moderne Handy oder Smartphone besitzt GPS. Wie man eine passende App dafür bekommt, erfährt man beispielsweise unter www.geocaching.com.

In der Dahlener Heide gibt es eine Reihe ausgelegter Geocaching-Punkte. Gert Gebriel schätzt, dass es so um die 30 sind. "Alle haben unterschiedliche Schweregrade. Auf der genannten Internetseite findet man nähere Informationen", fügt er hinzu. Schon Ende der 1990er Jahre habe es in der Heide die ersten Geocaching Punkte gegeben. Als 2010 im Bungalowdorf Olganitz ein Treffen der Leipziger Geocaching-Szene stattgefunden hat, wurden viele weitere Punkte ausgelegt. Manche Routen und Ziele lassen sich auch mit einer Radtour kombinieren. Gabriel nennt Schildau mit dem Schildberg und in der Oschatzer Region den Liebschützberg als Beispiele. Zum Geocaching sind er und seine Frau durch die Kinder gekommen und fanden schnell daran Gefallen. "Man ist naturverbunden und an frischer Luft unterwegs, bewegt sich, muss den Grips anstrengen und es kostet nicht viel, da fast jeder heute ein GPS-fähiges Handy besitzt. Alle Altersgruppen können sich beteiligen und dabei gemeinsam viel erleben", nennt der Schmannewitzer Gründe, Geocaching auszuprobieren. Für seine Heimatregion sei das ideal, kann man auf diese Weise doch die eine oder andere Besonderheit aufspüren.

Der Schmannewitzer Wandertag trug jedenfalls dazu bei, dass die Fangemeinde des Geocachings weiter wächst.

Bärbel Schumann

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