Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° Regenschauer

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Geocaching: Auf zur modernen Schatzsuche in die Dahlener Heide

Geocaching: Auf zur modernen Schatzsuche in die Dahlener Heide

Patrick Henschler hält das kleine Gerät zum Geocaching in seinen Händen. Seine Augen sind auf das Anzeigefeld gerichtet, lassen kaum davon ab. Darauf ist eine Art Kompass zu sehen, der sich bewegt, sofern man selbst in Bewegung ist.

Voriger Artikel
Der Oschatzer Kunstverein ist tot - die Kunst lebt aber weiter
Nächster Artikel
Platschbad: Oschatzer Wohnstätten GmbH springt vorzeitig ab

Patrick Henschler startet mit Kindern aus dem Rüstzeitheim zur Geocaching-Schnuppertour rund um Schmannewitz.

Quelle: Bärbel Schumann

Schmannewitz. "Ich bin Neuling auf dem Gebiet", gesteht der Praktikant, der derzeit im Einsatz im Schmannewitzer Rüstzeitheim ist. Ihn begleiten Mädchen und eine Erzieherin einer Gruppe aus dem Landkreis Köthen. Sie nehmen an den Schnupperangeboten zum Geocaching teil und gehören zu den mehr als fünf Dutzend Interessenten, die an diesem Nachmittag auf das Areal der Schmannewitzer Tourismusinformation zum 3. Schmannewitzer Wandertag gekommen sind.

 

Für jedes Alter werden auch diesmal Angebote dank der Unterstützung von Vereinen, Stadtverwaltung und Sponsoren unterbreitet. Die Palette reicht vom Schnupperkurs Geocaching, einer Schatzsuche für die Jüngsten zu Fuß im Wald, dem Besuch des Bauernmuseums, Spiel- und Spaßangeboten sowie der Einladung zu Kaffee, Kuchen und Fettbemmen. Im angrenzenden Feuerwehrdepot lädt die Schmannewitzer Ortswehr zu einem Tag der offenen Tür ein, an dem das neu angeschaffte Tanklöschfahrzeug angeschaut werden kann.

 

Doch zum Auftakt des Wandertages steht erst einmal das Thema Geocaching im Vordergrund. Gert Gabriel, ein Schmannewitzer, der seit einigen Jahren für sich und seine Familie das Geocaching, übersetzt auch reale Outdoor Schatzsuche, entdeckt hat, gibt eine kurze Einführung. "Mit dem GPS-Gerät kann man navigieren und so zu bestimmten Koordinaten gelangen, wo ein Geocache, ein versteckter Behälter, zu finden ist. In ihm sind dann, oft als Rätsel oder Aufgabe formuliert, die Daten des nächsten Zieles zu finden", erzählt er.

 

Drei Punkte oder auch besser Schätze hat Gert Gabriel für den Schnupperkurs ausgelegt. Die Route, an der sie liegen, ist zirka vier Kilometer lang und führt zur Toten Magd, zu Brehms Ruh und die Juwelbank. Schon Tage zuvor hat er alles vorbereitet, Daten ermittelt, Aufgaben und Rätsel formuliert und schließlich in Behältnissen alle Informationen ausgelegt. Diesmal dreht sich bei ihm alles um gern gesehene und auch unbeliebte Heidegäste.

 

Drei Gruppen schickt Gert Gabriel auf den Weg. Zu einer von ihnen gehört Heidrun Vesper mit ihrer Enkelin Nikita-Anna. "Wir sind einfach neugierig, wie das funktioniert. Es ist auf alle Fälle schon mal spannend", meint die Oschatzerin. "Und wenn wir mal nicht weiter wissen, können wir ja Herrn Gabriel anrufen. Er hat versprochen, zu helfen." Übrigens, ein extra GPS-Gerät muss man heute nicht unbedingt besitzen, um Geocaching zu betreiben. Jedes moderne Handy oder Smartphone besitzt GPS. Wie man eine passende App dafür bekommt, erfährt man beispielsweise unter www.geocaching.com.

 

In der Dahlener Heide gibt es eine Reihe ausgelegter Geocaching-Punkte. Gert Gebriel schätzt, dass es so um die 30 sind. "Alle haben unterschiedliche Schweregrade. Auf der genannten Internetseite findet man nähere Informationen", fügt er hinzu. Schon Ende der 1990er Jahre habe es in der Heide die ersten Geocaching Punkte gegeben. Als 2010 im Bungalowdorf Olganitz ein Treffen der Leipziger Geocaching-Szene stattgefunden hat, wurden viele weitere Punkte ausgelegt. Manche Routen und Ziele lassen sich auch mit einer Radtour kombinieren. Gabriel nennt Schildau mit dem Schildberg und in der Oschatzer Region den Liebschützberg als Beispiele. Zum Geocaching sind er und seine Frau durch die Kinder gekommen und fanden schnell daran Gefallen. "Man ist naturverbunden und an frischer Luft unterwegs, bewegt sich, muss den Grips anstrengen und es kostet nicht viel, da fast jeder heute ein GPS-fähiges Handy besitzt. Alle Altersgruppen können sich beteiligen und dabei gemeinsam viel erleben", nennt der Schmannewitzer Gründe, Geocaching auszuprobieren. Für seine Heimatregion sei das ideal, kann man auf diese Weise doch die eine oder andere Besonderheit aufspüren.

 

Der Schmannewitzer Wandertag trug jedenfalls dazu bei, dass die Fangemeinde des Geocachings weiter wächst.

Bärbel Schumann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

19.08.2017 - 05:12 Uhr

Hochspannung beim Auftakt der Nordsachsenliga / Mügeln peilt in Beilrode die ersten Punkte an

mehr