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Geopark-Managerin bohrt in Wermsdorf auf Stein

Geopark-Managerin bohrt in Wermsdorf auf Stein

Die Tür zum Geopark soll für Wermsdorf nicht gleich verschlossen werden. Das wünscht sich Gemeinderätin Ursula Fritzsche (SPD). Ihr Vorschlag zur jüngsten Ratssitzung: In Ruhe prüfen, welche Berührungspunkte es zwischen der Gemeinde und dem Projekt Geopark gibt.

Wermsdorf. Von Jana Brechlin

 

 

Ende März hatte Viola Heß vom Geopark-Management das Projekt den Räten vorgestellt und dabei um einen Beitritt der Kommune zum Förderverein geworben (wir berichteten). Auf große Begeisterung waren die Pläne in Wermsdorf allerdings nicht gestoßen. Der Geopark "Porphyrland - Steinreich in Sachsen" erstreckt sich über Gebiete der Landkreise Leipzig, Nordsachsen und Mittelsachsen und umfasst elf Städte und Gemeinden.

 

Auch wenn diese Gebiete selten das Alleinstellungsmerkmal einer Region seien, würden zahlreiche Vermarktungsmöglichkeiten bestehen: "Es gibt fast nichts, was man nicht um Geo erweitern könnte", so Heß. Für Wermsdorf zählte sie ein Potpourri von Verbindungen auf, etwa zur einstigen Fayencemanufaktur, aber auch mit einer Genussroute, Wellness- oder Hochzeitsangeboten. "Unter den Aufzählungen sind viele Dinge, die unsere Dienstleister und die touristischen Dienstleister in der Gemeinde ohnehin anbieten", wandte Bürgermeister Matthias Müller (CDU) ein. Zudem fehlten konkrete Vereinbarungen mit Partnern wie den Eigentümern der ehemaligen Trockenscheune in der Hubertusburg, die die Geopark-Macher gern mit einbinden möchten, ebenso wie belastbare Zahlen. Auch mit den Vertretern des Collmer Heimatvereins, die sich um Albertturm und den Berg als Ausflugsziel bemühen, habe es keine Gespräche gegeben. "Und der Collm hätte nun vermutlich am ehesten eine Berechtigung im Geopark", so Müller.

 

Ursula Fritzsche warb dennoch dafür, das Projekt nicht gleich abzulehnen. "Lasst uns das im Ausschuss beraten und erörtern, was für uns positiv daran sein könnte", regte sie an. Gänzlich uninteressant sei das Vorhaben für die weitere Vermarktung nicht, so die Gemeinderätin.

 

Er sehe in "geologisch Interessierten zwischen Grauwacke und Kaolin" keine relevante Zielgruppe, so Matthias Müller. Zudem gebe es schon länger verschiedene Initiativen zur Vermarktung der Region, und die Gemeinde sei außerdem bereits Mitglied in anderen Verbänden. Weitere Recherchen rund um die Effekte von Geoparks konnten den Bürgermeister offensichtlich nicht überzeugen. "Die Region Müritz hat 2011 sogar auf einer neuerliche Zertifizierung als Geopark verzichtet", hatte er herausgefunden und zog den Schluss: "Der touristische Knaller scheint es also nicht gewesen zu sein."

 

Dennoch, ganz verschließen mochte er sich auch nicht. Wenn fünf touristische Leistungsträger aus der Gemeinde in einer Mitgliedschaft einen Sinn sehen und dem Geopark-Verein beitreten möchten, werde man ein Engagement nochmals überdenken, kündigte er an.

Jana Brechlin

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