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Oschatz Geplante Erweiterung des Kaolintagebaus in Crellenhain stagniert
Region Oschatz Geplante Erweiterung des Kaolintagebaus in Crellenhain stagniert
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06:00 09.03.2017
Die geplante Erweiterung des Kaolintagebaus in Crellenhain verzögert sich. Quelle: Bärbel Schumann
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Mügeln

Der aktuelle Stand der geplanten Erweiterung des Kaolintagebaus in Crellenhain interessierte zur vergangenen Stadtratssitzung Bärbel Hübner (SPD). „Es hat ja ein Gespräch und Streitschlichtungsversuche gegeben und im Moment ruht das ziemlich lange schon sanft“, erinnerte sie. Mügelns Bürgermeister Johannes Ecke (Freie Wählervereinigung Mügeln) gab darauf Antwort: „Die Flächen, die neu beantragt worden sind, betreffen zum Teil den neuen Regionalplan. Sie sind noch nicht in dem jetzt vorhandenen Regionalplan ausgewiesen, auch in der Flächennutzung. Für den neuen Regionalplan sind wir gebeten worden, Stellungnahmen abzugeben. Der Stand ist so, dass sich auch die Regionalplanung damit beschäftigt. Das zieht sich jetzt bis 2018 hin, bis der neue Regionalplan fortgeschrieben werden kann.“

Ecke sprach in diesem Zusammenhang das Problem Grundzentrum an, wovon Mügeln betroffen sei. In der neuen Regionalplanung spiele unter anderem auch die Entwicklung der großen Zentren eine Rolle. „Ich werde bei jeder Sitzung – wenn es irgendwo geht – dabei sein, schon aus dem Grunde Grundzentrum. Ich bin nur Gast, aber auch Anwesenheit erschüttert manchmal ein kleines bisschen.“ Schließlich sollen die Verantwortlichen wissen, dass die Stadt Mügeln darauf ein besonderes Augenmerk lege.

Von Seiten des Kaolinwerkes mussten laut Ecke verschiedene Unterlagen nachgereicht werden, wie beispielsweise Umsatzaussage und die jährlich geplante Abbaumenge. Dazu habe es Gespräche bei der Landesdirektion, beim Oberbergamt und bei den Gremien im Regionalverband gegeben. Vom Oberbergamt müsse noch die Freigabe als Bergbaugebiet erfolgen. Was die Anwohner besonders bewege, sei die Nähe des geplanten Abbaufeldes zu ihren Wohnhäusern. Wie dazu die Regionalplanung stehe, dazu gebe es derzeit überhaupt noch keine Aussage. „Das Schlimmste wäre, dass sich die Regionalplanung soweit rauszögert, dass das Kaolinwerk nicht mehr weiter kann und die Flächen erschöpft sind. Sie würden dann rückwärts bauen und nach Schleben gehen, wo bereits abgebaut werden darf und das Loch in Crellenhain offen lassen, bis das Abbaugebiet in Schleben erschöpft und die Technik zurückgesetzt werden kann“, stellte Ecke ein mögliches Szenario dar und sprach von einem Supergau für das Werk.

Von Heinz Großnick

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