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Oschatz Gert Jubisch neuer Vorsitzender des Heimatvereins
Region Oschatz Gert Jubisch neuer Vorsitzender des Heimatvereins
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17:12 07.12.2012
Oschatz

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Von Frank Hörügel

Dieser Schritt ist ihr nicht leicht gefallen. Seit elf Jahren führt Gabriele Teumer den Geschichts- und Heimatverein und hat in dieser Zeit die Geschichtsforschung vorangebracht und die Heimatfreunde in der Oschatzer Vereinslandschaft fest verankert. Aufgrund gestiegener beruflicher Belastung hat Gabriele Teumer ihr Amt nun zur Verfügung gestellt.

"Die Wertschätzung vom Verein und dem Oberbürgermeister haben mich sehr berührt", sagte sie nach der Sitzung am Donnerstagabend. Die bisherige Vorsitzende bleibt dem Verein treu, will sich auch künftig ihren Steckenpferden widmen - dem Wüsten Schloss, den Kriegsgefangenenlagern und den Kindern französischer Kriegsgefangener. "Ich wünsche meinem Nachfolger Gert Jubisch viel Erfolg. Und ich bin mir sicher, er wird Erfolg haben, weil ein starker Vorstand hinter ihm steht", so Gabriele Teumer.

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) ist Mitglied des Geschichts- und Heimatvereins und sagt über Gabriele Teumer: "Ich schätze sie für ihr Engagement und ihre Akribie. Und sie ist nie fordernd aufgetreten." Als einen der bewegendsten Momente hat Kretschmar die Gedenkveranstaltung zum 60. Jubiläum des Kriegsendes, die der Geschichts- und Heimatverein im Jahr 2005 mitorganisiert hat, in Erinnerung.

Als stellvertretender Vereinsvorsitzender bedankte sich auch Wolfgang Michael bei seiner bisherigen Chefin. "Drei Dinge habe ich besonders hervor gehoben", sagte er gegenüber der OAZ. Gabriele Teumer habe durch ihre vielen persönlichen Kontakte Referenten für wertvolle Vorträge gewinnen können. Unter ihrer Regie habe es viele Publikationen wie die nunmehr sieben Hefte "Oschatzer Geschichte(N)" oder die "Oschatzer Ansichten" gegeben. Und nicht zuletzt habe sich die Vereinschefin "mit viel Engagement und Freude", so Michael, um das Wüste Schloss und die Kriegsgefangenenlager gekümmert.

Der neue Vorsitzende Gert Jubisch übt dieses Amt nicht zum ersten Mal aus. Der Oschatzer hob den Verein im Jahr 1990 mit aus der Taufe und war anschließend vier Jahre lang Vorsitzender. "Mir ist wichtig, dass das keine Ein-Mann-Show wird. Ich setze ganz stark auf den Vorstand und die Vereinsmitglieder und hoffe auf viele Vorschläge", formulierte der neue Vorsitzende gegenüber der OAZ seinen Anspruch. Gert Jubisch ist zwar Ruheständler, aber dennoch ständig in Bewegung. Der Oschatzer engagiert sich im Vogtshaus-Verein, ist Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Philokartist, hält Vorträge und bietet Führung an.

In seiner neuen Position will Jubisch unter anderem die laufenden Publikations-Projekte zu Ende bringen und die Zusammenarbeit mit anderen Vereinen forcieren. "Und die Zusammenarbeit mit der Kirche will ich unbedingt verbessern. Denn weltliche und kirchliche Geschichte gehören untrennbar zusammen."

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