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Oschatz Gewichtige Spende für Oschatzer Verein KlosterArt
Region Oschatz Gewichtige Spende für Oschatzer Verein KlosterArt
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06:06 14.02.2019
Spendenrunde für die Oschatzer Klosterkirche: Vereinsmitglieder und Stadträte wollen dem Kirchenschiff auf die Sprünge helfen. Quelle: Christian Kunze/Frank Hörügel (Montage)
Oschatz

Gewichtige Unterstützung für den Verein KlosterArt in Oschatz: Der Erlös des alljährlichen Ratsherrenwiegens wurde jetzt den Ehrenamtlichen überwiesen. Mit dieser Tradition unterstützen die Mitglieder des Stadtrates seit über 25 Jahren gemeinnützige Zwecke. Nachdem das Gewicht eines jeden Rates ermittelt wurde, wird der Durchschnittswert gebildet. Dieser, umgemünzt in Euro, wird dann jedem Stadtrat von seinem Sitzungeld abgezogen. Welche Institution von der Prämie profitiert, entscheidet der Rat per Beschluss in der letzten Sitzung des Jahres, in der auch gewogen wird. „Für diese Prämie kann man sich nicht bewerben oder qualifizieren. Aber jedermann aus den Reihen des Stadtrates ist vorschlagsberechtigt“, erklärt Oberbürgermeister Andreas Kretschmar. Erfahrungsgemäß dauere es erst immer sehr lange bis Ideen kommen, gegen Ende der Frist gibt es dann jedoch eine Flut davon.

Stadtverwaltung wählte Verein KlosterArt aus

Ende vergangenen Jahres wählte die Stadtverwaltung den Verein KlosterArt aus, der sich für die Sanierung und Belebung des Schiffes der Oschatzer Klosterkirche stark macht. Im Jahr 2014 gegründet, hat KlosterArt bereits deutliche Spuren im kulturellen Leben an der Döllnitz hinterlassen. Derzeit zählt der Verein 20 Mitglieder, an der Spitze steht Burkhard Weichsel. In Kooperation mit der Kirchgemeinde Oschatz konnte als jüngstes großes Vorhaben das Dach der Kirche erneuert werden. „Das hält jetzt wenigstens 50 Jahre und wir können uns auf das konzentrieren, was unter dem Dach passieren soll“, sagt Weichsel. Adventsmärkte, Konzerte, Ausstellungen, Lesungen, Tanzabende und vieles andere mehr haben die Engagierten auf der Agenda. Darüber hinaus wolle man das Haus zu verschiedenen Anlässen wie etwa dem Tag des offenen Denkmals öffnen und wieder einen Trödelmarkt veranstalten.

Behutsames Vorgehen im alten Gemäuer

Für all ihre Vorhaben stimmen sich die Mitglieder stets eng mit der Kirchgemeinde und der Denkmalschutzbehörde ab. „Wir können hier natürlich nicht tun und lassen, was wir wollen. Erfreulich ist jedoch, dass ein Konsens darüber herrscht, vieles im Gemäuer wieder in seinen ursprünglichen Zustand zu versetzen und dabei behutsam vorzugehen. Wir wollen die Kirche nicht totsanieren“, sagt Weichsel. Mehr Licht bekam das Schiff von außen bereits durch die neue Schutzverglasung der Fenster. Nun soll noch eine Schmuckverglasung folgen. Künstlich erzeugtes Licht ist aber bei den diversen Veranstaltungen nach wie vor notwendig. Deswegen ist eine der weiteren Aufgaben die Investition in die Elektrik. „Hier mussten wir bisher immer vieles selbst heranschaffen und verkabeln. Das war sehr aufwendig und kann effizienter umgesetzt werden“, so Weichsel.

Kirchenschiff kann künftig gemietet werden

Wer sich selbst ein Bild machen möchte, wie es im Schiff der Klosterkirche voran geht, der kann künftig das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden. Verein und Kirchgemeinde haben die Idee geboren, den Raum des Kirchenschiffes für weltliche Anlässe zu vermieten. „Probeweise haben wir das schon gemacht und für gut befunden. Noch ist nicht alles geregelt“, so Weichsel.

Die Klosterkirche gehört zu den ältesten Gebäuden der Stadt Oschatz und ist das einzige erhalten gebliebene Bauwerk des ehemaligen Franziskanerklosters. Das Franziskanerkloster wurde im Jahre 1228 gegründet. Im Zuge der Reformation 1539 und der Säkularisierung des Klosters wurde die Kirche nur vorübergehend kirchlich genutzt. Später diente sie als Heumagazin, Lazarett und bis 1892 sogar als Reithalle der Ulanen.

Von Christian Kunze

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