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Oschatz Glossen: Einwohner und Gäste feiern 1000-jähriges Ortsjubiläum
Region Oschatz Glossen: Einwohner und Gäste feiern 1000-jähriges Ortsjubiläum
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17:11 20.05.2013

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Wer das Fest verpasst, für den lohnt sich in diesen Tagen aber noch ein Spaziergang durch das kleine Dörfchen, dessen Häuser und Höfe vielfältig und witzig geschmückt sind.

Von Jana Brechlin

Wer am Pfingstwochenende in Glossen mitgefeiert hat, brauchte vor allem eins: Kondition. "So ein dichtes Programm mit so viel Abwechslung gibt es selbst in vielen Städten nicht", urteilte Hans-Hermann Kaufmann. Der Thüringer war als Gast im Süden der Region und hatte seine Enkelkinder für den Ausflug begeistern können. "Die Familie meiner Frau stammt aus Glossen, und wir wollten dem Nachwuchs einmal zeigen, was das für eine schöne Ecke ist", sagte er.

Dass der Ort so eine positive Entwicklung genommen hat, sei vor allem den Einwohnern selbst zu verdanken sowie dem Gemeinderat, der nach der Wende mit seinen Entscheidungen die Grundlagen dafür gelegt hat, sagte Mügelns Bürgermeister Volkmar Winkler (SPD) in seiner Festrede. Man sei es den Vorfahren schuldig, die Geschichte zu bewahren - und das tue man mit diesem Fest. "Auch wenn sich die Lebensverhältnisse hier rasant verändert haben: Das Dorf ist kaum noch Arbeitsort, sondern vor allem Wohnstatt. Aber eine gute Nachbarschaft, ein intaktes Vereinsleben und gepflegte Traditionen sorgen für Lebensqualität", unterstrich er. Möglich sei dies auch, weil die Rahmenbedingungen stimmten. Winkler verwies an dieser Stelle auf Unternehmen, die sich engagierten sowie den Landkreis und den Freistaat, die mit eigenen Investitionen und Fördermitteln für den Ausbau der Infrastruktur sorgen.

Wie so oft in Dörfern und Städten seien es die Menschen, die einen Ort lebens- und liebenswert machten. Hier sei jeder willkommen, es werde kein Unterschied gemacht, ob nun jemand "Ur-Glossener" oder zugezogen sei. "Gemessen an der Einwohnerzahl ist Glossen mit rund 150 Mitgliedern der vereinsreichste Ort im Stadtgebiet", hob Volkmar Winkler hervor. Der jüngste dabei ist der Heimatverein mit 42 Mitstreitern, der sich erst vor anderthalb Jahren gründete. "Seitdem haben wir vor allem auf die 1000-Jahrfeier hingearbeitet", sagte eine am Wochenende zwar etwas erschöpfte, aber deutlich zufriedene Vorsitzende Sybille Bierig. "Wir sind alle froh, dass sich die Vorbereitungen gelohnt haben und wollen jetzt mit unseren Gästen das Fest genießen."

Eine Überraschung für die Heimatfreunde gab es bereits am Freitagabend, als Bürgermeister Volkmar Winkler gemeinsam mit Staatsminister Frank Kupfer und Landrat Michael Czupalla (beide CDU) die neue Vereinsfahne überreichte. Die Politiker - unter ihnen auch der Oschatzer Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) - lobten das Engagement der Einwohner, das beispielgebend für gelungenes Leben auf dem Land sei.

Jana Brechlin

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