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Oschatz Glossener Rampe wird vorerst nicht saniert
Region Oschatz Glossener Rampe wird vorerst nicht saniert
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14:24 12.09.2018
Die Verladerampe der Feldbahn in Glossen. Quelle: Foto: Sven Bartsch
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Glossen

Die historische Verladerampe in Glossen wird vorerst nicht saniert. Vor rund einem Jahr sah es noch so aus, als ob die durch eindringendes Regenwasser verursachten Schäden an diesem markanten Ziegelbauwerk bald behoben werden könnten.

Der Antrag des Feldbahnschauvereines Glossen war vom regionalen Entscheidungsgremium der Leader-Region „Sächsisches Zweistromland-Ostelbien“ schon befürwortet worden. Die aus Ziegeln gemauerten Stützen der Verladerampe sollte mit Hilfe der Förderung erneuert werden. „Wo nötig“, betonte der Vereinsvorsitzende Matthias Richter, vor einem Jahr, als eine Leader-Exkursion in Glossen Station machte.

Nur Geldzahlung als Eigenanteil möglich

„Wir haben von diesem Vorhaben Abstand genommen“, erklärte Matthias Richter der Oschatzer Allgemeinen auf Nachfrage. Den Aufwand, den man im Zusammenhang mit diesem Förderantrag betrieben habe, hätte man sich sparen können. „Vielleicht sind wir ja blauäugig an diese Sache herangegangen“, räumt der Vereinsvorsitzende ein. Aber erst, als der Antrag im Landratsamt bearbeitet wurde, hat man dem Verein klipp und klar gesagt, dass der Eigenanteil tatsächlich als Geldzahlung zu leisten sei.

Verein will sich wegen Rampe nicht verschulden

Bei Gesamtkosten von 80 000 Euro und einem Fördersatz von 75 Prozent hätte der Verein also 20 000 Euro aufbringen müssen. „Wir glaubten zunächst, dass da auch Eigenleistungen am Bauwerk mit berücksichtigt würden“, sagte Matthias Richter. Als Verein könne man sich aber wegen der Rampe nicht verschulden. Darin sei man sich über den Vorstand hinaus im gesamten Verein einig.

Konzentration auf neue Fahrzeughalle

Im Landratsamt habe man ihm geraten, sich ganz offiziell aus dem Projekt zurückzuziehen. Es könnte für die Bewertung möglicher künftiger Fördermittelanträge von Nachteil sein, wenn man jetzt einen positiven Bescheid erhalten und dann einfach das Geld nicht abrufen würde. „Wir konzentrieren uns nun auf den Bau unserer Fahrzeughalle“, skizziert Matthias Richter die nähere Zukunft der Vereinsarbeit. Damit sei man auch ganz gut ausgelastet. Natürlich wäre es gut, wenn man an eine Förderung für die Verladerampe gelangen würde, bei der auch die sogenannte Muskelhypothek mit berücksichtigt würde.

Bisher vier bewilligte Anträge von Vereinen seit 2016

Dem Landratsamt Nordsachsen liegen seit 2016 insgesamt acht Anträge von Vereinen aus Leader-Region „Sächsisches Zweistromland-Ostelbien“. Davon seinen bisher vier bewilligt worden. „Zuschüsse in Höhe von 866 156 Euro wurden dafür ausgezahlt“, teilt die Pressestelle der Behörde mit. Vier Anträge sind noch offen beziehungsweise in Bearbeitung. Die Summe der Zuschüsse würde bei einer Bewilligung 215 000 Euro betragen. Neben überregional oder sachsenweit tätigen Vereinen wie dem Deutschen Jugendherbergswerk gehören zu den Antragstellern auch regional verankerte Vereine wie Pro Montessori in Torgau, der Freundeskreis Schloss Hubertusburg oder der Heimatverein Ablaß.

Von Axel Kaminski

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