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Glossener erkunden die Plantagen der Obstland AG

Vereinsleben Glossener erkunden die Plantagen der Obstland AG

Der Süden der Region ist für Obstbau bekannt. Unter welchen Bedingungen fast vor ihrer Haustür Obst angebaut, geerntet und verarbeitet wird, erfuhren jetzt 40 Teilnehmer der Obstland-Tour. Eingeladen hatte dazu der Heimatverein Glossen. Größte Überraschung war, dass das Unternehmen Obstland Dürrweitzschen AG den meisten Umsatz gar nicht mit Obst macht.

Hans-Dieter Bierig von der Obstland Dürrweitzschen AG führt die Mitglieder des Glossener Heimatvereins durch die Obstplantagen.

Quelle: Mirko Seifert

Glossen/Dürrweitzschen/Sornzig. Sie prägen die Region und sind darüber hinaus ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor – die Plantagen des Obstlandes zwischen Mügeln, Döbeln und Grimma. Bewirtschaftet werden die Flächen von der Obstland Dürrweitzschen AG. Hans-Dieter Bierig ist Glossener und sitzt im Vorstand des Unternehmens. Am Sonntag lud er Mitglieder und Freunde des Heimatvereins Glossen, dessen Vorsitzende seine Frau Sybille ist, zur Tour durch die Plantagen ein. Ein Angebot, das 40 Erwachsene und einige Kinder nutzten – bei weitem nicht nur Glossener. Das Wetter hatten sie dabei entgegen allen Ankündigungen auf ihrer Seite – nur auf der letzten Etappe fiel ein wenig Schnee.

Auf 1500 Hektar Fläche baut das Unternehmen Obstland an. Neben den Klassikern Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume (letztere konnte von den Teilnehmern der Tour bereits im voller Blüte bestaunt werden), halten zunehmend Exoten Einzug – um konkurrenzfähig zu bleiben, wie Bierig betonte. Zu den eher für andere Standorte typischen Anbaupflanzen gehören seit kurzem die Goji-Beere (ursprünglich aus Griechenland) und die Haselnuss, die man eher in Polen oder Frankreich findet. Letztere wird inzwischen auf einem Areal von 43 Hektar angebaut.

Bau macht zwölf Millionen Euro Umsatz

Das lukrativste Geschäft – das beeindruckte so manchen Mitfahrer der Obstland-Tour – macht die AG jedoch nicht mit Pflanzen, sondern mit einer stabileren Angelegenheit: „Der Bereich Bau steht bei uns jährlich mit zwölf Millionen Euro Umsatz zu Buche“, berichtet Bierig. Was jedoch nicht heißt, dass Obst vernachlässigbar wäre. Am stärksten vertreten und deshalb zurecht als Symbol und Aushängeschild des Betriebs geeignet ist der Apfel. Seine Sorten bringen einen Ertrag von rund 40 000 Tonnen pro Jahr, so das Vorstandsmitglied. Die größte zusammenhängende Plantage, auf der Äpfel heranreifen, findet man bei Grauschwitz. Sie nimmt rund 250 Hektar ein. „Hier kam es auch schon einmal vor, dass sich jemand verlaufen hat“, wusste Bierig zu berichten.

Wo die geernteten Produkte sortiert, gelagert und verpackt werden, davon machten sich die Glossener in Dürrweitzschen ein Bild. Am dortigen Standort gibt es ein Lagerhaus mit Kühlzellen, in dem bis zu 24 000 Tonnen Obst Platz finden. Direkt daneben wartet eine alte Sortieranlage darauf, außer Dienst gestellt zu werden. „Geplant ist, dass im Jahr 2017 eine neue, geringfügig leistungsfähigere Anlage in Betrieb geht“, kündigte Bierig an.Weitere Produktionsstandorte der Obstland Dürrweitzschen AG gibt es in Sornzig, in Ablaß und in Leisnig.

Einmaleins des Obstbauschnittes

Ging die Tour von Glossen über Ablaß und Dürrweitzschen nach Sornzig mit dem Bus, so wurde am Kloster Marienthal gelaufen. Auf dem Klostergelände legten die Zisterzienserinnen die Grundlage für den Obstbau der Region. Daran erinnert eine von Obstbauverein und Grundschule angelegte Streuobstwiese daran. Dort gab Hans-Dieter Bierig den Neugierigen einen Exkurs im Einmaleins des Obstbaumschnitts und sprach auch über Zweige des Unternehmens, die sich nicht etabliert haben. Dazu gehört der Getränkehandel in Sornzig, von dem man vor einigen Jahren wieder Abstand genommen hat.

Der Rückweg durch die Plantagen über Gaudlitz, Paschkowitz, Baderitz und Poppitz zurück nach Glossen gab die Gelegenheit, sich all das theoretisch Erfahrene einmal selbst anzuschauen. Weitere Gelegenheit dazu besteht beim Tag der offenen Tür am 25. Mai.

Von Christian Kunze

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Glossen
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