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Oschatz Gold für Leberwurst von Gänsezucht Eskildsen
Region Oschatz Gold für Leberwurst von Gänsezucht Eskildsen
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11:50 27.11.2018
Manfred Golze überreicht Cornelia Freund, Lutz Witt und Regina Gebhardt (v.l.) die Urkunden für die ausgezeichneten Produkte. Kleines Foto: Die Gänseleberwurst für die die Gänsezucht Eskildsen die Goldmedaille erhielt. Quelle: Jana Brechlin
Wermsdorf

Es war ein Auftakt nach Maß: Erstmals hat sich der Gänsezuchtbetrieb Eskildsen am Qualitätswettbewerb für Wurst und Wurstprodukte beteiligt – und gleich Gold und Silber geholt. Das Unternehmen reichte dafür Leberwurst, Salami und Sauerfleisch – alles von der Gans natürlich – ein und ging außerdem mit einem Gänsebrustschinken ins Rennen. Die preisgekrönten Produkte können Besucher jetzt auf dem Weihnachtsmarkt der Gänsefarm kaufen – zum selber Genießen oder Verschenken.

Die mit Gold ausgezeichnete Gänseleberwurst im Glas gibt es auf dem Gänsemarkt zu kaufen. Quelle: Jana Brechlin

Durchgeführt wird der „Qualitätswurstwettbewerb“ vom Sächsischen Fleischerinnungsverband gemeinsam mit der Landesanstalt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie. Das Sächsische Ministerium für Umwelt und Landwirtschaft fördert den Leistungsvergleich. Der stand dieses Jahr unter dem Motto „Wurst und Fleischprodukte von der Weide“. Dr. Manfred Golze, Experte in der Tierzucht und engagiert beim Wettbewerb, lobte die Vielfalt der eingereichten Beiträge. „Wir hatten natürlich viel Rind dabei, aber auch Produkte von Schaf, Geflügel und sogar vom Strauß“, zählte er auf. Die Proben wurden nach den Prüfprotokollen der deutschen Fleischerinnung bewertet, und am Ende gab es für den Premieren-Teilnehmer aus Wermsdorf viermal Edelmetall: Sowohl die Gänseleberwurst als auch das Sauerfleisch von der Gans erhielt die Goldmedaille, und Silber gab es für die Gänsesalami und den Gänsebrustschinken.

Auszeichnung für die Gänsesalami aus Wermsdorf. Quelle: Jana Brechlin

„Das ist beeindruckend“, lobte Golze. Und Lutz Witt von der Gänsezucht Eskildsen versicherte, man habe sich nicht extra auf den Wettbewerb vorbereitet. „Wir haben die Produkte aus den Regalen genommen und eingereicht, die auch hier unsere Kunden täglich kaufen können“, betonte er.

Die Auszeichnung sei eine Anerkennung für den Fleischer des Unternehmens und ein Ansporn zugleich. „Wir wollen unseren Kunden unsere Produkte das ganze Jahr über schmackhaft machen“, sagte Lutz Witt. So gebe es zum Beispiel auch Entenbolognese, die besonders im Frühjahr gefragt sei. Doch gerade jetzt, in der Vorweihnachtszeit, gehe es um die Gans und Produkte aus Gänsefleisch. Das Sauerfleisch und die Leberwurst entstehen dabei komplett vor Ort: Vom Schlupf bis zum befüllten Glas verläuft die Kette am Lindigt zwischen Wermsdorf und Mutzschen. Beim Gänsebrustschinken und der -Salami finden einzelne Schritte auch an anderen Standorten statt.

Auszeichnung für das Gänsesauerfleisch. Quelle: Jana Brechlin

„Wir wollen mit diesem Wettbewerb das Handwerk und die Produzenten vor Ort fördern“, unterstrich Manfred Golze. Regionalität sei ein wichtiger Schwerpunkt in der Vermarktung und werde zunehmend auch von den Verbrauchern verlangt. Das Gesundheitsbewusstsein steige und biete den Vermarktern eine zusätzliche Chance, auf kurzem Weg darauf zu reagieren. Das ist auch bei der Gänsezucht Eskildsen der Fall. „Wir bieten auch eine Gänseleberwurst ohne Schwein an, weil eben genau das gefragt ist“, nannte Lutz Witt ein Beispiel. Man lege großen Wert auf Transparenz, so Witt. Dazu gehört, dass die Besucher vom Gänsemarkt aus die Tiere auf der Weide beobachten können. Und dass jetzt auch die Urkunden auf die ausgezeichneten Produkte verweisen. „Die Kunden sollen sehen, was hier vor Ort hergestellt wird, das muss man nicht verstecken“, fand auch Manfred Golze.

Von Jana Brechlin

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