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Oschatz „Grashüpfer“ pflanzen Nussbaum
Region Oschatz „Grashüpfer“ pflanzen Nussbaum
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15:01 01.05.2018
Die Kita Schweta gestaltet ihr Außengelände naturnäher. Dazu bekam sie einen Walnussbaum geschenkt. Quelle: Axel Kaminski
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Schweta

Stefanie Unger, Leiterin der Kita „Grashüpfer“ und ihr Team haben sich viel vorgenommen. „Wir wollen für die Kinder ein naturnahes Umfeld schaffen“, erläutert sie. Die gepflasterte Fläche vor dem Haus sei in Ordnung. Sie biete genug glatte Fläche um Roller, Laufrad und Co sicher zu nutzen. Aber im Rest des Außengeländes gäbe es noch einige Reserven.

„Uns schwebt vor, dass sich die Kinder hier kreativ betätigen und weniger mit Spielzeug vorgefertigte Ideen nachvollziehen“, erläutert Stefanie Unger. Dieses Thema habe man bei einem Elternabend diskutiert. Die Kolleginnen hätten sich dann bei einem pädagogischen Tag zwei Kitas in Dresden angeschaut, die einen ähnlichen Ansatz verfolgen.

Mit der Hilfe der Eltern, für die sie sehr dankbar sei, habe man inzwischen einiges erreichen können. So sei bei einem Arbeitseinsatz eine „Outdoor-Küche“ entstanden, in der die Kinder fantasievoll kochen und backen könnten. Aus Baustämmen wurden Sitzgelegenheit und Tische gefertigt. Hinter dem Haus gibt es zwei Hochbeete, die den Grundstock für einen Naschgarten bilden. Sie sollen in den kommenden Tagen bepflanzt werden und künftig etwas zur Selbstversorgung in der richtigen Küche beisteuern.

Am vergangenen Freitag bekam das Außengelände ein neues Mosaikstück: Klaus Fischer und Bernhard Sommer von der Natur- und Umweltgruppe Mügeln spendeten einen Walnussbaum. „Er ist etwa so alt wie die Kinder, die die Einrichtung besuchen“, sagte Klaus Fischer. Mit vereinten Kräften schaufelten Groß und Klein das vom Hausmeister vorbereitete Pflanzloch wieder zu, als der Baum eingesetzt war.

Zum Walnussbaum aus der früheren „Baumschule“ Fischer gibt es noch eine Geschichte, die weit in die Vergangenheit zurückreicht. „Die Anlage, auf der er gewachsen ist, geht auf die ’Messe der Meister von morgen’ zurück“, erläutert Klaus Fischer. Ein paar Tüftler hätten eine Idee entwickelt, wie man dem Verlust vieler Bäume durch das „Wegrationalisieren“ der Feldwege beim Anlegen größerer Felder entgegenwirken könne. Die Lösung habe darin bestanden, Baumpflanzungen auf den kleinen Flächen anzulegen, die man mit Großmaschinen nicht effektiv habe bewirtschaften können. Das war Mitte der 1970er Jahre. Die dort gepflanzten Nussbäume stammten von Gaudlitzer Bäumen ab. Diese hätten sich in der Vergangenheit als derart frostbeständig erwiesen, dass auch das Institut für Obstforschung und Gartenbau in Pillnitz aus deren Nüssen Pflanzen ziehe.

Darauf, wann man bei den „Grashüpfern“ erste Nüsse auflesen kann, wollte sich am Freitag niemand festlegen. Sicher werden die Kinder der heutigen „Grashüpfer“ beim Spielen dort den Schatten des Baumes zu schätzen wissen.

Die Natur- und Umweltgruppe Mügeln spendiert dem Kindergarten einen Walnussbaum für das Außengelände. Das soll insgesamt grüner werden und zu kreativer Beschäftigung an frischer Luft anregen.

Deutlich früher soll aber noch einiges im Außengelände passieren. „Wir benötigen die Unterstützung der Eltern dringend für unser nächstes Projekt“, erläutert Stefanie Unger. Das sei eine Matschstrecke. Die Voraussetzungen dafür seien günstig, weil es im Hof einen Brunnen gäbe. Ein sich daran anschließendes Areal mit Sand, Kies und Steinen böte den Kindern viele Möglichkeiten, spielend etwas über Wasser zu erfahren.

Von Axel Kaminski

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