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Grausiger Leichenfund bei Laas

Grausiger Leichenfund bei Laas

Laas/Zaußwitz/Liebschützberg. Mysteriöser Brand gestern Vormittag im Eulengrund bei Laas: Die verkohlten Überreste von mindestens einer Leiche in einem ausgebrannten VW-Kleinbus geben Polizei und Staatsanwaltschaft Rätsel auf.

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Beamte des Oschatzer Polizeireviers und die Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren aus Laas und Zaußwitz gestern Vormittag am Ort des Geschehens. Die verkohlten Überreste in dem ausgebrannten VW-Kleinbus sind bisher noch nicht identifiziert.

Quelle: Dirk Hunger

Vieles deutet darauf hin, dass es sich bei der Tat in einem Waldstück am Dürrenberg unweit des Höhenzugs Liebschützberg um ein Verbrechen handelt.

 

Von christian kunze

 

Um 9.18 Uhr wurden gestern die Freiwilligen Feuerwehren der Liebschützberger Ortsteile Laas und Zaußwitz alarmiert. Ein Mann, der rund um den Dürrenberg regelmäßig mit seinem Hund unterwegs ist, hatte Rauch und Flammen im Waldstück unweit von Laas im sogenannten Eulengrund bemerkt und die Helfer alarmiert.

 

Laut dem Liebschützberger Gemeindewehrleiter Achim Kunze, der zugleich Leiter der Zaußwitzer Ortswehr ist, wurden die Mitglieder seiner Wehr und die Laaser Feuerwehrkameraden zu einem Fahrzeugbrand gerufen. "Die Umstände waren zunächst unklar. Unsere Männer konnten den Ort nicht so ohne weiteres ausfindig machen und mussten das brennende Fahrzeug erst suchen", erklärte Achim Kunze gestern gegenüber dieser Zeitung.

 

Nachdem das Feuer gelöscht war, machten die Einsatzkräfte und die hinzugekommenen Beamten des Oschatzer Polizeireviers eine grausige Entdeckung: Hinter der Rückbank des ausgebrannten VW-Transporters, der mehrere hundert Meter tief im Wald auf einem unbefestigten Weg stand, lagen verkohlte menschliche Überreste. Außerdem soll ein leerer Benzinkanister daneben gefunden worden sein. Die Kennzeichen des Fahrzeugs waren abgeschraubt. Einwohner, wie etwa Horst Hanke aus dem Nachbarort Liebschütz, können sich keinen Reim auf das Geschehen machen.

 

Liebschützbergs Bürgermeister Karl-Heinz Börtitz nahm die Nachricht gestern mit Erstaunen zur Kenntnis. In währenden Amtszeit als Oberhaupt mehrere Gemeinden habe es solch einen Fall noch niemals gegeben. Das Waldstück sei Einheimischen als "Eulengrund" bekannt und könne nicht ohne weiteres mit einem herkömmlichen Fahrzeug befahren werden, so Börtitz.

 

Die Kriminalpolizei Leipzig nahm gestern die Ermittlungen vor Ort auf und war am späten Nachmittag noch immer vor Ort. "Zu den Hintergründen des Geschehens, der Todesursache und den Todesumständen sowie zur Identität der verkohlten Überreste können aufgrund der starken Zerstörung des Fahrzeuges zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Aussagen getroffen werden. Die Ermittlungen und die Untersuchungen durch die Rechtsmedizin in Leipzig laufen auf im Moment Hochtouren. Wir stehen noch ganz am Anfang", erklärte die Sprecherin der Polizeidirektion in Leipzig, Maria Braunsdorf, gestern auf Nachfrage.

 

Dass neben der Leiche ein Benzinkanister gefunden wurde, bestätigten gestern weder die Polizei noch der Sprecher der Staatsanwaltschaft in Leipzig, Ricardo Schulz.

Christian Kunze

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