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Oschatz Grippewelle bleibt in Oschatz bisher aus
Region Oschatz Grippewelle bleibt in Oschatz bisher aus
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06:00 20.02.2016
Fieber, Schüttelfrost und Schnupfen – das sind die typischen Symptome der Grippe Quelle: Techniker_Krankenkasse
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Region Oschatz

Kopfschmerzen, Fieber, Schüttelfrost. Fühlte man sich vor wenigen Stunden noch gesund, hat man plötzlich nur noch das Bedürfnis, sich im Bett zu verkriechen, dann hat sie uns erwischt: Influenza. Umgangssprachlich als Grippe bezeichnet. Über die Atemwege dringt das Virus in den Körper ein und macht sich dort breit. Auch in diesem Jahr schlägt die Krankheit wieder zu. Das Robert-Koch-Institut meldet seit Beginn der Grippesaison, in der 40. Kalenderwoche 2015, bereits 9850 Grippefälle für ganz Deutschland, sogar 27 Todesopfer. Auf einer wöchentlich aktualisierten Deutschlandkarte wird die Schwere der Krankheit für die einzelnen Bundesländer aufgeschlüsselt von normal, geringfügig erhöht, moderat erhöht, deutlich erhöht und stark erhöht. Für die Region Oschatz gilt laut Robert-Koch-Institut: geringfügig erhöht.

Seit Jahresbeginn sind im Landkreis Nordsachsen 106 Patienten an der Grippe erkrankt, das geht aus einer Statistik des Landratsamtes hervor. Im Vorjahreszeitraum waren es 363 Grippefälle. Eine Extremsituation, wie es aus dem Landratsamt heißt. 2014 wurden dagegen nur neun Fälle von Grippe gemeldet. Laut Amt gibt es für dieses Jahr keinen Grund zur Sorge. „Es handelt sich um den gewöhnlichen saisonalen Verlauf der Grippe.“

Dr. Frank Telle, Allgemeinmediziner aus Oschatz, sieht bisher nur einen leicht erhöhte Krankheitstendenz, geht aber davon aus, dass die Anzahl der Grippekranken in den nächsten Tagen noch steigen wird. „In Sachsen geht die Schule wieder los. Dann erhöht sich natürlich das Ansteckungsrisiko zwischen Kindern und auch den Familien.“ Die Impfbereitsschaft seiner und auch der Patienten von Margitta Wolfgramm, ebenfalls Allgemeinmedizinerin in Oschatz, war im Vorfeld der Grippesaison allerdings sehr gut. „Bisher habe ich in meiner Praxis noch keine negativen Erfahrungen mit der Influenza gemacht. Von einer Welle würde ich zum aktuellen Zeitpunkt nicht sprechen“, sagt die Ärztin auf Nachfrage der OAZ.

Auch die Oschatzer Betriebe können sich bisher nicht über erkrankte Mitarbeiter beklagen. „Ein paar Kollegen sind wegen einer Erkältung krankgeschrieben“, so Simone Härtel vom Elektrobau Oschatz. „Aber Grippe hat von ihnen glücklicherweise niemand.“ Von der Matratzenfabrik in Oschatz gibt es ebenfalls nur die Nachricht: Keine Krankschreibungen wegen Grippeviren. In der kommunalen Kindertagesstätte Zwergenberg gibt es bisher auch nur den für die Jahreszeit normalen Husten und Schnupfen zu vermelden.

„Wir merken zwar schon, dass die Erkältungen in den letzten 14 Tagen mehr werden, aber nicht die Grippe“, erklärt Apothekerin Cindy Zscherter aus der Oschatzer Löwen-Apotheke. „Letztes Jahr waren es mehr Fälle.“ Um eine Ansteckung zu vermeiden ist jetzt vor allem eines wichtig: „Regelmäßig die Hände waschen und desinfizieren. So minimiert man das Übertragungsrisiko der Viren“, sagt Cindy Zscherter. Wenn es dann doch los geht, rät sie erstmal zu Hausmitteln, wie Erkältungsbädern, Wärme und ausreichend Flüssigkeit. „Werden die Symptome nicht besser, sollte man aber unbedingt einen Arzt aufsuchen und sich entsprechend behandeln lassen.“

Internetadresse zur Deutschlandkarte des RKI: https://influenza.rki.de

Von Tatjana Kulpa

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