Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Großer Unmut bei Oschatzer Kleingärtnern
Region Oschatz Großer Unmut bei Oschatzer Kleingärtnern
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:42 26.04.2013
Klaus Pfitzner (r.), Annemarie Dademasch, Reiner Käseberg, Gerd Wilsdorf, Petra Gulde und Vereinschef Frank Gulde (v.l.) wollen sich nicht von ihren Parzellen vertreiben lassen. Quelle: Sven Bartsch

Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) beschwichtigt: Es gebe keinen Handlungsdruck.

Wenn in der nächsten Stadtratssitzung der Bebauungsplan für das Wohngebiet Altstadtblick beschlossen wird, kann theoretisch sofort mit der Erschließung und nachfolgend mit dem Bau von Wohnhäusern begonnen werden. Praktisch kann das aber noch ein paar Jahre dauern, versicherte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos) gegenüber der OAZ. "Es gibt keinerlei Handlungszwang oder Zeitdruck", so das Stadtoberhaupt. Schließlich gebe es auch noch zwei weitere Wohngebiete im Fliegerhorst (65 Bauplätze) und an der Nordstraße. Eine Kündigung des Pachtvertrages für die Gänsegrube mit dem Kreisverband der Kleingärtner stehe demzufolge nicht vor der Tür, so Kretschmar. Im Haushalt der Stadt sei weder Geld für die Planung, geschweige denn für den Straßenbau vom Penny-Markt zum künftigen Wohngebiet eingeplant.

Darauf setzen auch die Mitglieder der Sparte Gänsegrube, in der aktuell 40 Gärten belegt sind, ihre Hoffnungen. Denn dort, wo die Kleingärtner heute ihr Feierabend-Glück genießen, sollen eines Tages die Bagger alles plattmachen - zumindest in den 21 Gärten der oberen beiden Sparten-Reihen. Davon wird auch Klaus Pfitzner betroffen sein, der seit 1980 Mitglied des Kleingartenvereins ist. "Wir verstehen nicht, dass über unsere Köpfe hinweg entschieden wird und sehen nicht ein, dass wir hier aufgeben sollen", schimpft Pfitzner. Selbst Vereinsvorsitzender Frank Gulde, der vor einem Jahr in diese Funktion gewählt wurde, ist betroffen. Erst im Dezember 2011 hat er seinen Garten übernommen. Von den Bauplänen der Stadt wusste er zu diesem Zeitpunkt nach eigenen Angaben nichts. "Unter diesen Umständen hätte ich den Vertrag nie unterschrieben", ärgert sich Gulde.

Oberbürgermeister Kretschmar kann den Ärger verstehen, sieht aber hier ein Versäumnis des Kreisverbandes der Kleingärtner Torgau-Oschatz, der als Generalpächter Vertragspartner des Grundstückseigentümers Stadt Oschatz ist. "Wir hatten uns mit dem Kreisverband geeinigt, dass frei werdende Gärten nicht mehr vergeben werden", sagt Kretschmar. Andreas Zschau als Vorsitzender des Regionalverbandes der Kleingärtner Torgau-Oschatz war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Am kommenden Montag will Oberbürgermeister Kretschmar versuchen, die Wogen in der Gänsegrube zu glätten und die Kleingärtner umfassend über die geplanten Aktivitäten zu informieren.

Frank Hörügel

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Momentan absolvieren die 9.-Klässler des Thomas-Mann-Gymnasiums in Oschatz ein zweiwöchiges Praktikum in verschiedenen Betrieben der Region.

26.04.2013

Das Kreisauskunftsbüro (KAB) des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) gehört zu den eher weniger bekannten Abteilungen des Verbandes. Über ihre Aufgaben spricht die Oschatzer Allgemeine mit den beiden Oschatzern Bernhard und Magdalene Eiselt.

26.04.2013

Dem OAZ-Aufruf nach Erinnerungen an das Deutsche Rote Kreuz folgte Helga Bajewsky, die viele Jahre in der Geschäftsstelle in der Theodor-Körner-Straße gearbeitet hat: "Angefangen habe ich beim DRK am 1. Januar 1976. Es gab den Kreissekretär Kamerad Schnakowsky und die Kameradin Annemarie Wohlfarth, die für die Aus- und Weiterbildung im ehrenamtlichen Bereich sowie für die Breitenausbildung in der Ersten Hilfe für Fahranfänger und die Aus- und Weiterbildung von Ersthelfern in den Betrieben verantwortlich war.

25.04.2013
Anzeige