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Oschatz Großes Besucherinteresse an freien Schulen in Naundorf und Schweta
Region Oschatz Großes Besucherinteresse an freien Schulen in Naundorf und Schweta
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00:34 18.04.2018
Tag der offenen Tür an der Werkschule Naundorf. Quelle: Bärbel Schumann
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Naundorf/Schweta

Die Evangelische Grundschule „Apfelbaum“ in Schweta und die Evangelische Werkschule in Naundorf haben am Wochenende ihre Schultür für Interessenten und künftige Schüler geöffnet. Zum Teil war dabei für Mädchen und Jungen möglich, am Unterricht teilzunehmen. Vereinsvorstände und Geschäftsführer standen dabei Rede und Antwort.

Dabei sein im Unterricht

Schon am zeitigen Morgen, und noch dazu an einem Samstag, waren die Mädchen und Jungen an der Evangelischen Grundschule Apfelbaum zum Unterricht gekommen. Ausnahmsweise drückten sie an solch einem Tag die Schulbank. Der Anlass dafür: Am Tag der offenen Tür sollten künftige Schüler und Eltern erleben können, wie ein Schultag abläuft und wie Unterricht und Hort an der freien Schule gestaltet werden und ablaufen. Schulleiterin Maria Beck konnte da in Klasse 3 beim Sachkundeunterricht und beim Projekt Frühlingswerkstatt belauscht werden. Unterdessen waren die künftigen Erstklässler, die Apfelkernchen, in der Turnhalle aktiv. Bei ihren monatlichen Treffen zur Vorbereitung auf den Schulstart im Sommer standen diesmal bei ihnen sportliche Spiele auf dem Programm. „Die Kinder lernen sich dabei schon vor der 1. Klasse kennen und wir als Schule sie und die Eltern natürlich auch“, erklärte Vereinsvorsitzende Stefanie Schwaiger.

Es war schwer, sie an diesem Tag ausfindig zu machen, denn viele Eltern, deren Kinder in den nächsten Jahren eingeschult werden, nutzten den Tag zur Information. Die Querbitzscherin Franziska Mühlbach und die Lichteneichenerin Katja Leißner nutzten den Tag für Informationen. Für beide ist wichtig, dass ihre Kinder gefördert und gefordert werden. „Aber, sie dürfen dabei auch Kind sein. Und man achtet hier sehr darauf, dass Werte und andere wichtige Dinge für das Leben vermittelt werden. Das sehe ich hier an der Schule als gegeben“, so die Querbitzscherin über ihre Beobachtungen. Spielen, gemeinsam basteln, gemeinsam lernen – all das war an diesem Tag möglich. Den I-Punkte setzte noch das Frühlingskonzert der Schule auf den Tag. Alle Klassen gestalteten in der Schwetaer Kirche ein Konzert. Bei dem spielte auch das Schulorchester auf. Die Schwetaer dürfte wohl die einzige Grundschule sein, die ein solches besitzt.

Rundgang übers Schulgelände

Offen für Besucher und künftige Schüler zeigte sich auch die Evangelische Werkschule in Naundorf. Am Morgen empfingen Tobias Leißner und seine Mitstreiter Interessenten in der Aula. Vorstellen, Fragen beantworten – das stand hier im Mittelpunkt. Anschließend führte Vereinsvorsitzende Christiane Gnaudschun Eltern über das Schulgelände.

In Technikkabinett wurde es unterdessen für die mitgekommenen Kinder spannend. Mit Lehrer Kevin Hildebrandt, der an der Werkschule unter anderem Technik, Computer und Biologie unterrichtet, durften sie Holzäste bearbeiten. Am Ende waren daraus kleine Magnete entstanden. Madlen und Fine bereitete das viel Spaß. Die beiden Oschatzer Mädchen sind Freundinnen und wollen beide nach der Grundschule nach Naundorf zur Schule gehen. Beide sind schon angemeldet. „Ich freue mich auf das Lernen in kleinen Klassen. Und natürlich, dass meine Freundin mitkommt“, begründet Madlen ihre Wahl.

Eins wird an beiden Schulen deutlich: Immer mehr Eltern wünschen sich für ihre Kinder eine Schulausbildung, die auf deren Fähigkeiten und Bedürfnisse ausgerichtet ist, wo sie neben Wissen auch menschliche Werte vermittelt bekommen. Was anfangs noch belächelt wurde, ist heute gefragt. Die Anmelde- und Wartelisten beweisen das.

Von Bärbel Schumann

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