Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Großweitzschen: Kampf um neue Schuleinfahrt
Region Oschatz Großweitzschen: Kampf um neue Schuleinfahrt
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:36 10.05.2018
Der Hort ist schon fertig saniert, nun wollen Bürgermeister Jörg Burkert (Mitte) und seine Räte auch die Straße davor sowie Fußweg und Parkplätze erneuern. Quelle: Sven Bartsch (Archiv)
Anzeige
Grossweitzschen

Die Einfahrt zum Schul- und Hortgelände in Großweitzschen ist das letzte Projekt der Sanierung des gesamten Areals. Die holprige Piste passt nicht so recht zum erst frisch sanierten Hort und der farblich ans Schulhaus angepassten Turnhalle. Das soll sich noch in diesem Jahr ändern. Allerdings müssen Bürgermeister, Gemeinderäte und Planer bei der Umsetzung kreativ sein.

„2017 hatte die Planung Kosten von rund 67 000 Euro erbracht. Dann wurde das Vorhaben ausgeschrieben und das günstigste Angebot von STI Bau Döbeln lag bei gut 99 000 Euro – eine Kostensteigerung von mehr als 30 Prozent“, beschreibt der kommissarische Bürgermeister Jörg Burkert das Dilemma. Die Auftragsbücher der Baufirmen sind voll, die Preise entsprechend hoch.

Alternative: Ganz auf Straßensanierung verzichten

Erste Reaktion der Verwaltung: das Projekt abspecken. Geplant war die Sanierung der Einfahrt, des angrenzenden Parkplatzes und Fußweges sowie einer Sitzecke hinter dem Hort. Ohne die Straßensanierung wäre das Budget wieder einzuhalten. Das hieße, nur Parkplätze, Fußweg und Sitzecke würden erneuert.

Jedoch ist die Straße essenziell bei der Sanierung. „Wir würden natürlich gern eine Lösung finden, bei der die Straße mit inbegriffen ist. Darum werden wir mit dem Planer nochmal eine Vor-Ort-Begehung machen“, sagte Jörg Burkert nach der jüngsten Gemeinderatssitzung.

Rund 8000 Euro Mehrkosten bei Abfräsung

Die Begehung mit Vertretern des Planungsbüros Strabau-Projekt aus Korpitzsch bei Leisnig ist inzwischen absolviert. Dabei waren auch die Mitglieder des Bauausschusses sowie des Gemeinderates. Mit vor Ort war Ratsmitglied Sebastian Wloch (CDU), der gegenüber der DAZ die angestrebte neue Lösung erklärte: „Wir haben mit dem Planer diskutiert, ob man die Straße nur abfräsen könnte. Das könnte im gleichen Atemzug mit dem Sanierungsvorhaben der Ortszufahrt nach Obergoseln geschehen, wenn das dazu notwendige Gerät einmal in unserer Gemeinde ist.“

Geschätzt würde das rund 7000 bis 8000 Euro mehr kosten, als die ursprünglich veranschlagten 67 000 Euro. Da die Kommune das Projekt zu 75 Prozent aus dem Programm Brücken in die Zukunft fördern lassen will, wie Burkert zuvor erklärte, bliebe ein Eigenanteil von knapp 19 000 Euro. Diese leichte Steigerung sei aus dem Haushalt für dieses Jahr zu finanzieren, so Wloch.

Wunschtermin Sommerferien

Die neue Idee soll nun mit der Baufirma beraten werden. Dabei geht es auch um den Zeitraum für die Arbeiten. Die Gemeinde wünscht sich eine Sanierung in den Sommerferien, wenn der Hort besonders gering frequentiert ist. Doch das muss wiederum mit der Zufahrt von der B 169 nach Obergoseln koordiniert werden, die für knapp 42 000 Euro instand gesetzt wird. Hier soll Straßenbau Andrä aus Leisnig Hand anlegen.

Von Sebastian Fink

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das frühsommerliche Wetter lockte am Sonntag zahlreiche Besucher auf den Teilemarkt des Motorsportclubs Oschatz. Die Interessengemeinschaft freute sich über rege Beteiligung und Gelegenheit zum Fachsimpeln.

07.05.2018

Die Busschule für Kindertagesstätten hat seit Jahren Erfolg in Oschatz. Die Initiative von örtlicher Verkehrswacht, regionalem Busunternehmen und Polizei der Stadt macht jetzt Schule in Mitteldeutschland.

10.05.2018

Rund ein Jahr nach der Wahl eines neuen Vorstandes hat dieser dem Sport- und Vereinsfest der Sportvereinigung Traktor Cavertitz ein neues Konzept verpasst. „Wir haben die Auftritte der Kinder auf den Sonnabendvormittag konzentriert“, erläuterte der Vereinsvorsitzende Dirk Hagemeister eine der Änderungen.

08.05.2018
Anzeige