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Oschatz Grüner Strom im Überfluss
Region Oschatz Grüner Strom im Überfluss
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16:13 14.05.2013

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Die Zahl der Anlagen steigt, die gewonnene Leistung wächst. Insbesondere wegen der Fragezeichen hinter dem Netzausbau bleibt die Wende allerdings umstritten.

"In Ostdeutschland wird schon jetzt an bestimmten Tagen deutlich mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als verbraucht. 2012 lag die installierte Leistung in unserem Netzgebiet etwa doppelt so hoch wie der Bedarf", so Dr. Adolf Schweer, technischer Geschäftsführer der Mitnetz Strom. Im nordsächsischen Einzugsgebiet des Netzbetreibers von EnviaM wurden im Jahr 2012 aus 2089 Anlagen rund 274 Megawatt erneuerbare Energie gewonnen. Das sind 38 Prozent mehr als im Jahr zuvor (siehe Tabelle). Wichtigste Energiequelle ist die Windenergie, gefolgt von Solarenergie und Wasserkraft. Den deutlichsten Sprung nach oben machte die Solarenergie. Hier erhöhte sich die installierte Leistung von 72 auf 140 Megawatt.

"Ich sehe in den erneuerbaren Energien vor allem eine Chance für Privatleute, Kommunen und das örtliche Gewerbe, Strom für den Eigenbedarf zu erzeugen. Das ist aber zum Beispiel für Photovoltaik im Zentrum von Oschatz leider nicht möglich", sagt der nordsächsische Landtagsabgeordnete und Staatsminister Frank Kupfer (CDU). Welchen Ausweg sieht er, um eine Überlastung des Stromnetzes zu vermeiden? "Der weitere Ausbau der erneuerbaren Energien muss stärker dahin gelenkt werden, wo auch ein entsprechender Strombedarf herrscht oder die Netzkapazitäten für den Abtransport ausreichen beziehungsweise sinnvoll ausgebaut werden können", so Kupfer.

Zeitgleich müssten wirtschaftliche Wege zur Speicherung der Energie gefunden werden. Dabei hakt es aber nach seiner Einschätzung noch. "Allerdings hängt der Ausbau der Speicherkapazitäten und der Transportwege in Deutschland noch viel zu sehr hinter dem Ausbau der erneuerbaren Energien zurück. Wir müssen in diesen Bereichen unbedingt aufholen. Der Ausbau von Speicherkapazitäten und Transportwegen muss parallel zum Ausbau der erneuerbaren Energie erfolgen. Im Augenblick vollziehen wir den zweiten Schritt vor dem ersten", meint Kupfer.

Seit dem 1. Januar dieses Jahres ist für den Betrieb des Stromnetzes in Oschatz die Netzgesellschaft Oschatz (Stadtwerke) zuständig. Um die praktische Abwicklung kümmert sich Mitnetz Strom. Laut Projektmanager Jörg Stechert, der bei Mitnetz für Oschatz zuständig ist, liegen derzeit neun Anfragen zum Bau von Photovoltaikanlagen in der Region Oschatz mit einem Gesamtleistung von elf Megawatt vor - inklusive der Drei-Megawatt-Anlage auf dem Gelände der ehemaligen Zuckerfabrik. "In Oschatz gibt es derzeit keine Veranlassung, wegen der erneuerbaren Energien das Stromnetz auszubauen. Hier gibt es ein dichtes Netz und viele Abnehmer", sagt Stechert.

Frank Hörügel

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