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Oschatz Grünes Licht für Hort-Entwurf
Region Oschatz Grünes Licht für Hort-Entwurf
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16:37 12.05.2014
Der neue Hort soll das Grundstück mit den zwei Gebäuden der Grundschule nach Norden hin wie ein Riegel abschließen. Quelle: Lars Pabst

"Wir möchten die zwei bestehenden Grundschulen mit einem Riegel schließen", erklärte Architekt Lars Pabst das Grundprinzip. Am nördlichen Kopfende der beiden Schulgebäude soll der neue Hort als ein dreigeschossiges Haus in den Hang hinein gebaut werden und so den Komplex abriegeln. Vom benachbarten Bolzplatz, der etwas verkleinert werden muss, soll eine Freitreppe durch das Hortgebäude zum Schulhof hinunter führen. Das westliche Schulgebäude soll über einen Steg als barrierefreier Zugang mit dem Hort verbunden werden.Geplant ist außerdem, die Räume im ersten und zweiten Obergeschoss des Hortes mit großen Fenstern auszustatten.

"Das ist ein sehr ansprechender Entwurf", sagte Stadtrat Dietmar Schurig (CDU). Sein Fraktionskollege Christian Zieger merkte an, dass er Probleme mit dem geplanten Flachdach in Bezug auf die Entwässerung und Laubanfall erwarte. Dazu meinte Architekt Pabst, dass die Entscheidung über die endgültige Dachform noch nicht gefallen sei. David Pfennig (Grüne) regte an, den Verbindungssteg zwischen westlichem Schulgebäude und Hort so zu gestalten, dass behinderte Schüler ihn ganzjährig nutzen könnten. Für diesen Vorschlag fand sich keine Mehrheit im Ausschuss. Nach Angaben der Stadtverwaltung besucht die Grundschule "Zum Bücherwurm" derzeit ein behindertes Kind.

Die Mitglieder des Technischen Ausschusses entschieden sich schließlich dafür, den Hort nicht als Holzkonstruktion, sondern als Massivbau aus Beton auszuführen. Eine eigene Gas-Brennwertanlage soll für Wärme in den Horträumen sorgen. Und eine relativ kleine Photovoltaik-Anlage auf dem Dach ist für das Erwärmen des Wassers vorgesehen.

Architekt Pabst veranschlagt die Bauzeit auf anderthalb bis zwei Jahre. Der jetzige Hort kann in dieser Zeit weiter für die Betreuung der Kinder genutzt werden und soll anschließend abgerissen werden. Bei der folgenden Neugestaltung des Grundstückes soll die Zufahrt zum Hort für die Eltern von der Vorwerksgasse beibehalten, aber großzügiger gestaltet werden.

"So langsam freuen wir uns auf den Neubau, auch wenn wir das Geld noch nicht haben", sagte Oberbürgermeister Andreas Kretschmar (parteilos). Wie geht es jetzt weiter? Bauamtsleiter Michael Voigt sagte auf OAZ-Anfrage, dass die Planung in den nächsten Wochen so vorangetrieben werden solle, dass Fördermittel für das Vorhaben bis zum 30. Juni beantragt werden könnten. Falls Geld aus öffentlichen Kassen bewilligt werde, soll in den Jahren 2015 und 2016 gebaut werden. Die Kosten für den Neubau des Hortes werden auf knapp drei Millionen geschätzt. Um diese Summe aufbringen zu können, wird die Stadt Oschatz einen Kredit aufnehmen müssen. © Kommentar

Frank Hörügel

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