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Oschatz Grünes Licht für nächste Verhandlung: Höhere Löhne für Kita-Mitarbeiterinnen
Region Oschatz Grünes Licht für nächste Verhandlung: Höhere Löhne für Kita-Mitarbeiterinnen
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17:10 17.10.2014
Oschatz

Von Hagen Rösner

Die Haltung ist nicht verwunderlich, da er doch selbst Gewerkschaftssekretär bei Verdi ist. Diesem Statement ging ein Beschluss des Oschatzer Stadtrates voraus, der den städtischen Angestellten in den Kindertagesstätten in den kommenden Jahren mehr Geld in der Lohntüte zusichert.

Ganz konkret geht es um eine Lohnsteigerung von zehn Prozent in den nächsten Jahren, wobei die Vorstellungen zwischen Gewerkschaft und Stadt über den Umsetzungszeitraum auseinander gehen. Die Forderung der Gewerkschaft ist eine fünfprozentige Lohnerhöhung ab dem 1. Juli 2014. Dabei soll der Lohn um mindestens 120 Euro pro Monat und ab dem 1. Januar 2015 um vier Prozent, mindestens um 100 Euro pro Monat, angehoben werden.

Die Stadt Oschatz hingegen will die Zeitschiene für die Lohnangleichung verlängern. Sie bietet ab dem 1. Januar 2015 bis 2017 eine jährliche Lohnanpassung von drei Prozent an.

Der Kommune sind bei den Finanzierung nach eigenen Angaben die Hände gebunden. "Die Haushaltssituation schließt aus Sicht der Stadt Personalkostensteigerungen noch für das Jahr 2014 aus", so der Beigeordnete des Bürgermeisters Jörg Bringewald. Um die Vorstellungen der Gewerkschaft umzusetzen, benötigte die Stadtverwaltung rund 240 000 Euro mehr im Haushalt als bisher vorgesehen ist.

Seit einigen Wochen berät eine Verhandlungskommission, der Stadträte, Stadtverwaltung und Gewerkschaft angehören, über die Lohnanpassung an den Tarif des öffentliches Dienstes. "Mit dem jetzigen Votum des Stadtrates können wir bei den Verhandlungen Entscheidungen treffen", sagte Jörg Bringewald.

Stadtrat Günter Staffe (Freie Wähler) begrüßte die Entscheidung: "Unsere Kita-Mitarbeiterinnen haben eine lange Durststrecke hinter sich. Ich bin froh, dass sie jetzt bald mehr Geld erhalten." Weil der Freistaat bei der Finanzausstattung der Kitas die Einrichtungen freier Träger bevorzugt behandelt, regte Stadtrat David Pfennig (Grüne) an "zu prüfen, ob es nicht sinnvoll wäre, städtische Kindertagesstätten an andere Träger abzugeben". Darüber soll später noch einmal diskutiert werden. Linken-Stadtrat Thomas Schneider bedauerte: "Ich hätte mich gefreut, wenn wir bei der Vereinbarung zu einer tariflichen Lösung gekommen wären, so werden wir den Tarifgehältern immer ein paar Schritte hinterher laufen." © Kommentar

Hagen Rösner

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