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Oschatz Günter Schmidt aus Collm gewinnt Rennen gegen Faultier in Costa Rica
Region Oschatz Günter Schmidt aus Collm gewinnt Rennen gegen Faultier in Costa Rica
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13:39 13.04.2018
Günter Schmidt hat gute Chancen, im Wettkriechen gegen das Faultier zu gewinnen. Quelle: Foto: Privat
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Collm

Die Frage, wo die Collmer Anita und Günter Schmidt diesen Winter verbracht haben, erübrigt sich. Sie waren wieder in Costa Rica, sie waren wieder im Karibikdorf Cahuita – und das nun schon zum fünften Mal. Und eigentlich könnte man sagen: Es war wie immer – wäre nicht manches in diesem Jahr ganz anders gewesen…

Beispielsweise die Faultiere. Die hatten sich in den Vorjahren rar gemacht, wurden aber diesmal mehrfach im Garten des Bungalows gesichtet. Bei einem Wettrennen in Zeitlupe hatte Günter Schmidt ganz klar die Nase vorn. „Die sind noch langsamer als ich“, sagt der Marathon-Läufer selbstironisch.

Eine Woche Regenwetter

Auch das Wetter war anders. Regen gehört zur Karibik, aber dass es teilweise eine Woche ohne Pause vom Himmel schüttete, das war dann doch etwas zu viel des Guten. Dazu kamen Sturmfluten, teilweise hatte es den ganzen Strand weggespült. Günter Schmidt sah es karibisch gelassen: „Wenn es ständig regnet, braucht man auch keinen Strand.“

Quelle: privat

Karibisch gelassen sahen auch Schmidts Vermieter das Hochwasser im Garten. Der steht öfter mal unter Wasser, aber bisher kamen Schmidts immer trockenen Fußes in den Bungalow. Diesmal mussten sie tagelang durch knöcheltiefes Wasser waten, aufmerksam beäugt von den teilweise nur wenige Meter entfernt liegenden Kaimanen. „Über die haben wir uns weniger Gedanken gemacht als über den Wasserstand“, bekundet Anita Schmidt. „Das Wasser hatte fast schon die Tür erreicht, wir haben schon alle Gegenstände im Bungalow vom Fußboden etwas höher gestellt – aber dann kam doch noch das THW.“ Oder anders ausgedrückt: Dann fand sich jemand, der die Flussmündung freischaufelte. Eine Arbeit von zehn Minuten…

Erinnerung an das Winterquartier. Quelle: privat

Mit den Affen war es auch wie immer – aber auch ganz anders. Schmidts Nachbar, ein US-Amerikaner, den die Collmer schon jahrelang kennen, hatte plötzlich seine Affenliebe entdeckt. In den Vorjahren hatte er sich überhaupt nicht für die Affen interessiert. „Dieses Jahr wollte er uns plötzlich verbieten, dass wir seine Affen füttern. Er erklärte uns den Bananenkrieg. Teilweise hatte er sieben Bananenstauden auf Lager, spickte die ganze Umgebung sowie das Dach seines Bungalows mit den gelben Leckerbissen“, berichtet Anita Schmidt. Und die Affen? Die schnappten sich meist drei Bananen – eine im Mund und zwei in den Händen – und setzten sich damit unter den bösen Blicken des Nachbarn in den Baum vor Schmidts Bungalow. In den Baum vor dem Bungalow des Nachbarn konnten sie sich nicht mehr setzen, der war im Sturm abgebrochen. Bosheit wird auch in der Karibik bestraft. Außerdem haben die Affen aber auch bei Schmidts noch kräftig zugelangt, die Statistik sagt aus: 995 Bananen – neuer Rekord!

Die Affen wurden mit 995 Bananen gefüttert. Quelle: privat

Natürlich ist Günter Schmidt in diesem Jahr auch wieder den Costa Rica-Marathon in San Jose gelaufen. War auch wie immer… Aber dieses Jahr hatten die Veranstalter wohl etwas übersehen. Zur gleichen Zeit fand direkt auf der Strecke eine Großkundgebung für Frauenrechte statt. Mit etwa 20 000 Teilnehmern, da war kaum noch ein Durchkommen. Schmidts lustiger Kommentar bei Facebook: „Für mich als Feminist sind Frauenrechte natürlich Herzenssache, aber sonntags um 11 gehören die Weiber in die Küche und nicht auf die Marathonstrecke… (Läuferinnen ausgenommen).“

Nun sind Schmidts wieder in Collm. Wie viele Wochen wird es dauern, bis sie sich nach vier Monaten Karibik wieder in Deutschland eingelebt haben? „Wochen?“, fragt Günter Schmidt nach. „Wir steigen aus dem Flugzeug, da ist es, als wären wir nie weggewesen.“ Und im November geht es ohnehin wieder los. „Nach Costa Rica!“, sagt Anita Schmidt. „Nach Kolumbien!“, widerspricht Günter. Auch Globetrotter sind sich nicht immer einig.

Von OAZ

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