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Gut gesprungen: Salbitzer Verein geht mit 175 Reitern ins Turnier

Reitsport Gut gesprungen: Salbitzer Verein geht mit 175 Reitern ins Turnier

Das Salbitzer Hallenturnier hat überregional einen guten Ruf. Aus diesem Grund verwundert es nicht, dass sich 175 Reiter und Reiterinnen für das Turnier am vergangenen Wochenende angemeldet hatten. An zwei Tagen wurden die Wettbewerbe ausgetragen. Unter den Starten waren auch Sportler aus der Collm-Region.

Mareike Hellfritzsch vom Reit- und Fahrverein Ellefeld mit Arina am Start.
 

Quelle: Axel Kaminski

Salbitz.  Zum achten Mal fand am Wochenende das Salbitzer Hallenreitturnier statt. Für die Wettbewerbe hatten sich 175 Reiterinnen und Reiter gemeldet. „Die Ausschreibung passt“, unterstrich Martin Wittig. Der Berufsreiter aus Altmittweida meinte damit, dass es ihm beim Salbitzer Turnier möglich ist, mit mehreren Pferden anzutreten. Dazu käme die mit 45 Minuten vergleichsweise kurze Anfahrt. Außerdem seien die Bedingungen hier bestens: „Die Halle ist groß, der Boden gut und die Leute nett“, fasste der 33-Jährige zusammen. Bei diesen „netten Leuten“ gewann er am Sonnabend das Springen in der anspruchsvollsten aller in Salbitz ausgetragenen Klassen mit einem fehlerfreien Umlauf und der schnellsten Zeit im Stechen. Er reite „schon immer“. Das habe sich kaum umgehen lassen, da die Eltern und der Großvater diesen Sport betrieben.

Bei den jungen Leuten im Sattel kann man in Salbitz viele Mädchen sehen. In dieser Altersklasse scheinen die Jungs eher Exoten zu sein. „So wie Fußball ein Jungssport ist, ist Reiten ein Mädchensport“, meint Martin Wittig und spielt darauf an, dass es in beiden Fällen eben nicht nur die einen sind, die an den Ball treten oder im Sattel sitzen.

Geht es nach den Klischees, dann ist auch Manuela Weiß eine Exotin. Die 35-Jährige aus Dorf Chemnitz ist in Salbitz als Parcourschefin tätig. Sie baut die Hindernisse mit den Helfern auf und zwischen den einzelnen Springprüfungen um. Das geschieht analog mit Maßband, Zollstock und Erfahrung und ist eigentlich eine Männerdomäne. Pro Saison ist Manuela Weiß bei zehn bis zwanzig Wettbewerben im Einsatz. „Das Turnier in Salbitz ist sehr reiter- und zuschauerfreundlich“, lautet ihre Einschätzung. Die Organisatoren würden mit sehr viel Liebe zum Detail ans Werk gehen.

Deshalb nahmen einige Reiter gern weitere Wege auf sich. Aus Dobra bei Bad Liebenwerda kam Jasmin Jost zum Turnier nach Salbitz. Die Halle war für sie jedoch kein unbekanntes Terrain, da sie bereits mehrfach Kurse, die Trainer Tilo Wätzig hier schon gab, besucht hatte.

Der Reitverein Salbitz, der den Wettbewerb durchführt, hat 41 Mitglieder. „Um so ein Turnier zu stemmen, braucht man mindestens noch einmal so viele Helfer“, sagte die Vereinsvorsitzende Anja Mauksch. Da gäbe es zum Beispiel die Parcoursmannschaft, die beim Umbau tätig werde und nach den Umläufen, wenn Pferde Stangen gerissen hätten. Helfer benötige man am Abreitplatz, als Sekretärinnen für das Wertungsgericht und zum Absichern des Caterings.

Da nicht alle Vereinsmitglieder während des Turnieres gleichzeitig im Einsatz sein müssen, konnten sie sich in eigener Halle mit der Konkurrenz messen. Einige Reiterinnen nahmen diese Chance mehrmals wahr. Celine Biehl, die fast jeden Tag im Salbitzer Stall zu finden ist, trat am Sonnabend mit Contandra in zwei verschiedenen Klassen zum Springen an. In der Stil-A-Prüfung erreichten beide den 6. Platz. Die heute 19-Jährige hatte mit fünf Jahren das Reiten ausprobiert und ist dabei geblieben. Josephine Löwe aus Zunschwitz bei Ostrau ist erst seit drei Jahren im Salbitzer Verein. Im Pferdesport ist die 26-Jährige jedoch schon seit 17 Jahren aktiv. „Angefangen hat es damit, dass schräg gegenüber unserem Haus ein Reiterhof ist. Dort habe ich die Pferde auf der Koppel gestreichelt“, erzählte sie. Sie war in Salbitz mit Quirano am Start. „Wir sind noch ein junges Team“, betont sie. Ihr wichtigstes Ziel war, den Umlauf mit null Fehlerpunkten zu absolvieren – was noch nicht gelang.

Aus der Collm-Region konnten sich im Wettbewerb Stil-A neben Celine Biehl auch Laura Stähler (7./Wermsdorf) sowie Tina Bischof (10./Börln) platzieren. Als Zweite in der Klasse A** wurde Lisa Döring aus Cavertitz zur Siegerehrung gerufen. Die Salbitzerin Celine Biehl belegte dort Rang 7.

Von Axel Kaminski

Salbitz 51.238919 13.169402
Salbitz
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