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Oschatz Gymnasiasten auf Schatzsuche im uralten Vogtshaus
Region Oschatz Gymnasiasten auf Schatzsuche im uralten Vogtshaus
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15:40 24.03.2016
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Dabeisein ist alles – diese Lebenslektion lernten die Sportskanonen der Klasse 6 jetzt im fächerübergreifenden Unterricht am Thomas-Mann-Gymnasium (TMG). Neben den Wurzeln der Olympiade in der Antike beleuchteten sie den Austragungsort der nächsten Spiele dieses Jahr: Rio de Janeiro. „Außer Geografie und Sport fließen hier vor allem die Wertevermittlung und die Fähigkeit zum Diskutieren mit ein, wenn es darum geht, aus den gesammelten Fakten und Materialien die aussagekräftigsten für die Präsentation auszuwählen“, sagt Fachlehrerin Ines Woiwode. Schließlich war nicht nur Körperbeherrschung beim „Bau“ einer Pyramide aus Schülern gefragt, sondern auch Sprachkenntnis, wenn der olympische Eid in Englisch, Französisch und Russisch geleistet werden sollte.

Korrekter und sicherer Umgang mit der Muttersprache ist auch in der Klasse 8 unerlässlich. Die Schüler absolvierten zum großen Themenkomplex „Energie“ Exkursionen zu Biogasanlagen, Kraftwerken oder anderen regionalen Betrieben und machten ihre Resultate besonders anschaulich: Wann sonst erlebt man Schülerinnen und Schüler schon kostümiert als Kuh, Windkraftanlage oder Außerirdische. Letztere berichteten über das, was in den Weiten unseres Sonnensystems alles zu finden ist. Dass man sich dem Thema Energie und deren Verbrauch aber auch mit beiden Beinen auf dem Erdboden nähern kann, stellte Leonard Zwicker unter Beweis. Gemeinsam mit Mitschülern absolvierte er einen Dauerlauf auf dem Sportplatz – und rechnete anschließend aus, wie viel Energie sein Körper dafür benötigt.

Noch breiter gefächert war das Spektrum in der Klasse 7. Unter dem Oberbegriff „Erwachsen werden“ ging es vor allem um Emotionen, Gedanken und Situationen, die junge Menschen neben dem Schulalltag beschäftigen, wenn sie in die Pubertät gelangen – eine Lebensphase, die auch Lehrer und Eltern nachvollziehen können und müssen. So suchten sich die Leseratten Literatur zum Thema in der Stadtbibliothek und stellten es dort auch ihren Mitschülern vor. Wichtig war dabei laut Lehrerin Ines Reddiger neben einer informativen Inhaltsangabe, das Gelesene in den eigenen Lebensalltag einzuordnen, Parallelen und Unterschiede herauszufinden und zu erklären, was bei der Lektüre besonders bewegt hat – es stellte sich heraus, dass die Schüler mit Selbstmord und Drogenkonsum auch kritische Themen nicht scheuten.

Selbst kreativ tätig werden rundete die Projektwoche ab. Unter Anleitung der Kunsterzieherin Steffi Gutzeit formten die Schüler aus Drahtgeflecht und Ton Figuren, die symbolisch für verschiedene Emotionen stehen. Die Herausforderung dabei – Wut, Freude, Trauer, Ehrgeiz und mehr in einer Form zu pressen, gelang den meisten. „Die Schüler bewiesen Mut und stellten auch die Exponate aus, die nicht gelungen waren – so stärkt sich das Bewusstsein dafür, dass nicht jeder alles perfekt beherrscht“, so Gutzeit.

Die Fünftklässler gingen in Oschatz auf historische Spurensuche – unter anderem im Vogtshaus am Kirchplatz.

Von Christian Kunze

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