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Oschatz HCL-Juniorteam siegt verdient gegen SHV OSchatz
Region Oschatz HCL-Juniorteam siegt verdient gegen SHV OSchatz
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16:31 12.03.2012
Anja Heine (Nr. 14), hier im gewonnenen Spiel gegen den HCL II in Oschatz, markiert erst nach über sieben Minuten den ersten Treffer der Begegnung für das SHV-Team. Quelle: Dirk Hunger
Leipzig

Von Kerstin Staffe

Dabei leistete das SHV-Team in dieser Begegnung unheimlich Schützenhilfe. "So völlig ohne Biss und Laufbereitschaft und so fehlerhaft im Abschluss, da ist jede Menge Erklärungsbedarf von Seiten meiner Spielerinnen", so SHV-Trainerin Jana Delor nach dem Abpfiff. Selbst klarste Chancen vermochten die Oschatzer nicht ins Gehäuse zu bringen. Bevorzugte Wurfrichtung war über das Tor. Es dauerte unendliche sieben Minuten und 34 Sekunden bis Anja Heine endlich den - so hofften die Fans - erlösenden ersten Treffer versenkte und es eine Wende im Spiel geben würde. Aber weit gefehlt.

Den sechs Angriffen, die vorausgegangen waren, schlossen sich gleich noch einmal vier fehlerhafte an, bevor Carmen Schneider auf 5:2 (11. Minute) verkürzen konnte. Würfchen, die den Begriff platzierter Angriff nicht einmal ansatzweise verdienten, wurden leichte Beute der guten Torfrau der Gastgeber. Die Nachwuchstalente waren es auch, die engagiert in der Abwehr zu Werke gingen. Zwar kassierten sie dafür dann im weiteren Spielverlauf öfter eine Zwei-Minuten-Strafe, aber selbst daraus konnte der SHV keinen Vorteil schlagen. Immer wieder gab es durch nicht praktiziertes Freilaufen und damit einer fehlenden Anspielstation Ballverluste, die die Gastgeber selbstsicher im Tempogegenstoß versenkten. Im Spielverlauf verbesserte sich zwar die Deckungsarbeit des SHV, aber der Angriff blieb über weite Strecken fragwürdig. Aus dem Rückraum stehen lediglich vier Treffer zu Buche, die einzig auf das Konto von Carmen Schneider gingen. Auch die fälligen Siebenmeter verwandelte sie sicher.

Lange muss man suchen, um so eine schlechte Angriffseffektivität bei den Oschatzern zu finden. 31 Prozent Trefferquote für die Mannschaft sind schlicht und einfach zu wenig. Beim 8:4 hielt Sarah Eichhorn einen Strafwurf und Oschatz hatte die Chance auf eine schnelles Tor, doch wieder ging der Aufsetzer über das Gehäuse. Leipzig zeigte im Gegenzug, wie es gemacht wird und schon war der alte Fünf-Tore-Abstand wieder hergestellt. Die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen, bot sich am Ende der ersten Hälfte mehrfach. Immer wieder versuchten die Gäste, Nicole Natzschka auf der rechten Außenseite ins Spiel zu bringen. Aber auch ihre Würfe, meist nach dem selben Muster, wurden Beute der Leipziger Torfrau.

Nach dem Seitenwechsel gab es keine wesentliche Änderung auf dem Feld. Die Leipziger wirbelten vor der Gästedeckung und schafften es häufiger, Lücken ins Abwehrgefüge zu reißen.Oschatz war dagegen wenig flexibel, zu statisch und im Abschluss zu harmlos. Maria Häußler blieb der Torerfolg komplett versagt und eine echte Alternative für deren Rückraumposition hatte Jana Delor nicht auf der Bank. Außerdem gab es weiterhin jede Menge Latten- und Pfostentreffer, Ballverluste und Schrittfehler. In der 39. Minute bestand beim 17:14 letztmalig die Chance, auf zwei Tore zu verkürzen. Ein erneuter technischer Fehler des SHV verhinderte dies und im Gegenzug gab es, wegen zu ungestümen Einsteigens, noch einen Strafwurf für den HCL II obendrauf. Damit waren es, statt auf zwei Tore aufzuschließen, wieder vier Tore Rückstand. Die Zeit zwischen der 49. und 55. Minute liest sich aus Oschatzer Sicht so: Aus, Ballverlust, Schrittfehler, gehalten, Ballverlust, gehalten, Ballverlust. Im Klartext bedeutet das sieben wirkungslose Angriffe. Die Fans rauften sich schier die Haare.

Am Ende musste sich der Gast aus Oschatz verdient dem Juniorteam des HCL beugen. Nach nahezu unglaublichen 22:4-Punkten seit dem Hinspiel am 23. Oktober vergangenen Jahres ist das Normale wieder eingetreten. Niederlagen gehören eben dazu. Die Welt wird davon nicht untergehen, aber es wird darüber zu reden sein, wie diese Niederlage zu Stande gekommen ist.

Oschatz: Eichhorn, Miersch; Heine (1), Schneider (9/5), Vujica (4), Wiersma (2), Häußler, Natzschka (1), Ganske (2), Müller (1), Staffe (1), Böhm.

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