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Oschatz Hagen Kunze liest in Wermsdorf über Spioninnen und große Sachsen
Region Oschatz Hagen Kunze liest in Wermsdorf über Spioninnen und große Sachsen
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07:36 12.02.2018
Begeisterte mit den Geschichten aus seinen Büchern: Hagen Kunze. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Wermsdorf

Der Döbelner Autor Hagen Kunze las am Freitagabend zum zweiten Mal auf Schloss Hubertusburg aus seinen Werken. Von Haus aus Musikwissenschaftler und Journalist, ist für den 44-Jährigen das Schreiben heute eher Hobby. Nach beruflichen Stationen als Redakteur bei der Döbelner Allgemeinen, als Dramaturg am Döbeln-Freiberger Theater und auf politischer Ebene arbeitet Hagen Kunze heute als Lehrer für Geschichte und Musik in Lunzenau. Das Aufspüren und Schreiben ist für ihn ein Ausgleich zum Beruf.

Neun Minibücher

In den vergangenen Jahren hat er im Verlag für die Frau Leipzig neun thematische Minibücher herausgebracht. Aus einigen von ihnen, wie „Große Sachsen“, las er und stellte interessante Menschen vor. Viele davon waren für die Besucher bis dahin unbekannt, wie beispielsweise der Lunzenauer Friedrich Eduard Pilz. „Pilz gilt als Erfinder des Kinderspielplatzes“, so Kunze. In einem von ihm herausgegebenen Naturheilkundebuch sind die ersten Hinweise darauf zu finden. Interessantes war aber auch über Moritz von Sachsen, Karl May, Porzellan-Erfinder Böttcher und andere zu erfahren.

Spurensuche nach interessanten Frauen

Spannend im wahrsten Wortsinn ging es anschließend zu, als Hagen Kunze sein neuestes Buch „Spioninnen“ vorstellte. Im gleichen Verlag erschienen, begibt sich der Döbelner auf Spurensuche nach interessanten Frauen nicht nur in Deutschland.

„Die Idee zu diesem Buch kam anlässlich des 100. Geburtstages von Mata Hari“, so Kunze. „Was gibt es noch für Frauen, die spioniert haben? In Bayern spürte ich bei einem Besuch eher durch Zufall in Tirschenreut Ruth Kühn auf, die als junge Frau in Pearl Harbor auf Honolulu spioniert hatte und dazu beigetragen haben soll, dass die Amerikaner dort eine ihrer schwersten Niederlagen erlitten. Andere suchte ich gezielt, weil ich von ihnen schon vorher gehört hatte.“ Zu diesen Frauen, so der Autor, gehörte beispielsweise die Schriftstellerin Ruth Werner. An der Seite von Richard Sorge war sie aktiv.

Von Bärbel Schumann

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