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Oschatz Handball-Verbandsliga West: Oschatzer reißen in den letzten Minuten Sieg aus dem Feuer
Region Oschatz Handball-Verbandsliga West: Oschatzer reißen in den letzten Minuten Sieg aus dem Feuer
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17:14 12.02.2012
Alexander Staffe (Nr. 5) steigt vor der gegnerischen Abwehrmauer hoch, um einen Treffer aus dem Rückraum zu markieren. Robert Werner (Nr. 11), Felix Ehrenberg (Nr. 3) und Martin Schreiber (Nr. 9) beobachten die Situation und sperren den Weg frei. Quelle: Dirk Hunger

Von Kurt Siwon

Der LRC Mittelsachsen ging selbstbewusst in die Begegnung, baute die Angriffe besonnen auf und stand in der Defensive sicher. Die Handschrift des Trainers Marc Süße trägt weiter Früchte. Nach gelungenen Kombinationen und einem Konter lag der Gastgeber mit 5:1 (6. Minute) in Front. Die Flöhaer ließen sich jedoch nicht abschütteln und profitierten von Leichtfertigkeiten der Hausherren. Den Treffer des Tages markierte Martin Schreiber mit einem prächtigen Rückhandwurf. Die LRC-Sieben zog im weiteren Spielverlauf das Tempo wieder an und in der 18. Minute hieß es 8:4. Vier Treffer in Folge für das Gästeteam brachte den Ausgleich zum 8:8 (22.), und kurz vor dem Pausenpfiff sogar die erstmalige Führung. Jan Kneifl netzte noch zum 13:13-Halbzeitstand ein.

Mit Schwung kamen beide Mannschaften aus den Kabinen zurück. Der zweite Spielabschnitt war an Brisanz auf dem Parkett kaum zu überbieten.Aber auch ein Manko der Oschatzer zeigte sich deutlich, indem selbst hochkarätige Torchancen nicht genutzt wurden. Die Trefferfolge offenbarte jetzt ein unterhaltsames und spannendes Wechselspiel für die Zuschauer. Keiner Vertretung gelang es, sich mit mehr als einem Tor abzusetzen. Eine gute Vorstellung bot Robert Werner auf der Außenposition. Bei seinen sechs Toren gelang ihm eine tadellose Trefferquote. Ein Sonderlob im LRC-Team gebührte dem Regisseur Felix Ehrenberg für das Anspiel des Tages. Von der Mittellinie schlug er gekonnt den Ball zu Alexander Staffe am Kreis, der die Möglichkeit zum 23:21 nutzen konnte. Wenig später fand Jörg Lehmann die Lücke zum 24:21 (52.). Die cleveren Gäste kamen aber wieder zum Ausgleich und läuteten eine tolle Schlussphase ein.

Selbst für den Autor ist die Chronologie der rasanten Schlussminuten, die von Hektik geprägt waren, kaum nachzuvollziehen. Hier der Versuch einer Schilderung. Die Oschatzer führten in der 55. Minute mit 25:24 und die Gäste konnten wiederum zum 26:26 ausgleichen. Es waren noch drei Minuten zu spielen. Jetzt ging alles sehr schnell. Zum Entsetzen der Zuschauer hämmerte ein Zwei-Meter-Hüne aus Flöha das Leder zum 26:27 in die Maschen und an der Anzeigetafel standen nur noch 90 Spielsekunden. Die Zeit lief unbarmherzig herunter. Robert Werner erzielte aber im Gegenzug sofort den Ausgleich und Max Camen brachte die Oschatzer Farben sogar mit 28:27 wieder in Front. Mit der Schlusssirene setzte Jörg Lehmann mit seinem achten Treffer das Sahnehäubchen auf das Ergebnis des LRC Mittelsachsen. Am Ende zollten die begeisterten LRC-Fans ihrer Sieben Riesenbeifall. Glück gehabt, ihr Oschatzer, das Glück des Tüchtigen.

Oschatz: Anders, Manteufel; Ehrenberg (6), Staffe (4), St. Kneifl, J. Kneifl (2/1), Schreiber (3), Werner (6), Lehmann (8/2), Manig, Camen (2).

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