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Oschatz Handwerker aus vielen Ländern im Schloss Dahlen
Region Oschatz Handwerker aus vielen Ländern im Schloss Dahlen
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00:18 09.03.2017
Noch behilft sich Schlossvereinsvorsitzender Karl Berger im Kaisersaal mit Teppichen auf dem Betonboden. Quelle: Jana Brechlin
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Dahlen

Richtig international wird es im September in Dahlen, wenn im Schloss das „Workcamp Parquet“ stattfindet. Bei dem Praxiskurs treffen angehende Parkettleger aus verschiedenen Nationen zusammen, um dem alten Kaisersaal fußbodentechnisch zu neuem Glanz zu verhelfen (wir berichteten). Noch läuft das Registrierungsverfahren, doch es ist bereits jetzt abzusehen, dass die Teilnehmer aus ganz verschiedenen Ländern kommen werden. „Die Anmeldungen sind noch offen und im vollen Gange“, bestätigte Michaela Reichlová, die die Veranstaltung von Karlovy Vary (Karlsbad) aus mit vorbereitet. Es sei aber bereits deutlich, dass die jungen Handwerker nicht nur aus Deutschland, Österreich, Südtirol oder Tschechien kommen, sondern auch aus Holland, Frankreich, England, Polen, Slowenien, der Slowakei oder Russland. Zudem erwarte man Gäste aus Dänemark, Schweden, der Schweiz, Spanien und der Ukraine in Dahlen.

Bereits im Januar haben die Veranstalter des internationalen Workcamps und Dahlens Bürgermeister Matthias Löwe (WHD) die Kooperation für die arbeitsintensive Woche im Dahlener Schloss unterzeichnet. Initiiert wurde die Zusammenkunft vom Parkettlegemeister Steve Klose aus der Heidestadt, der selbst schon bei einem solchen Kurs dabei war und sein Wissen an angehende Gesellen weitergegeben hat. Für Stadt und Schlossverein entstehen bei dem Projekt keine Kosten, denn Material und Arbeitsgeräte werden von Partnern aus der Industrie zur Verfügung gestellt.

„Uns gefällt der Geist der Veranstaltung: Hier geht es darum, altes Handwerk zu zeigen und zu stärken“, erklärte René Tomczak von der Junkers Parkett GmbH, warum das Unternehmen die Aktion unterstützt. Am Ende der Woche könne das Produkt – im Dahlener Kaisersaal soll ein Versailler Tafelparkett aus Ahornhölzern verlegt werden – auf dem Boden präsentiert werden. „Wir wollen auf diese Weise auch Architekten motivieren, weiter heimische Holzsorten zu verwenden.“

Für die jungen Handwerker seien die Arbeiten im Dahlener Schloss eine gute Referenz für das weitere Berufsleben, ist Mit-Veranstalter René Caran überzeugt: „Hier entsteht qualitativ hochwertige Handarbeit.“

Von Jana Brechlin

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