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Harter Baugrund verzögert Brückenbau in Altoschatz

Verkehr Harter Baugrund verzögert Brückenbau in Altoschatz

Laut Bauablaufplan sollte der Verkehr in Altoschatz schon wieder über die Döllnitzbrücke fließen. Doch die Brücke ist momentan immer noch eine Baustelle und wird es voraussichtlich auch über den Sommer bleiben. Der harte Untergrund lässt die Arbeiten an dem Bauwerk nur schwer vorankommen.

Mit schwerem Bohrgerät werden die Löcher für die Bohrpfähle gesetzt.

Quelle: Hagen Rösner

Altoschatz. Die Brücke über die Döllnitz in Altoschatz ist für den Verkehr noch immer gesperrt. Weil sich die Arbeiten an der Neuerrichtung des Bauwerks verzögern, wird dies auch in den nächsten Wochen so bleiben. „Die Arbeiten werden sich noch den Sommer über erstrecken. Mit einer Fertigstellung ist nicht vor September zu rechnen“, informiert der Leiter des nordsächsischen Straßenbauamtes Uwe Schmidt.

Grund für die Verzögerung ist ein anderer Baugrund, der bei den Tiefbauarbeiten vorgefunden wurde, als bei der Vorerkundung vermutet. „Die getätigten Rammsondierungen und Bohrungen ließen auf eine relativ gleichmäßige und stetige Übergangszone zwischen zwei geologischen Formationen schließen. Weiterhin ergaben die im Zuge der Baugrunderkundung erfolgten Prüfungen des Festgesteins im Labor minderfeste Felsformationen“, informiert Schmidt.

Den Mitarbeitern des Bad Dübener Bauunternehmens präsentierte sich letztlich bei den Baggerarbeiten ein wesentlich härterer und festerer Bauuntergrund als vorher angenommen. Dadurch war eine Überarbeitung der Pläne für das Projekt und eine Änderung des Bauverfahrens notwendig geworden.

„Das bei der Bauausführung gewählte Doppelkopfbohrverfahren ermöglicht große Bohrleistungen, kommt jedoch bei hohen Gesteinsfestigkeiten an seine Grenzen. Um Schäden am Gerät und erhebliche Schallemission in der Nähe der Schutzgebiete und der Gärten zu vermeiden, musste – verbunden mit einem Gerätetausch – das Bohrverfahren umgestellt werden. Die Pfähle werden nun mit einem Großbohrgerät mit Imlochhammer hergestellt. Die Geräuschbelastung der Umgebung wird vermindert. Ein Bohrverfahren mit Imlochhammer ist jedoch im Vergleich zum Doppelkopfverfahren erheblich langsamer“, verdeutlicht der Amtsleiter, der um Verständnis für die Verkehrseinschränkungen bittet.

Die Planungen für den Neubau der Brücke begannen bereits vor drei Jahren. Nach der Baugrunderkundung musste die ursprüngliche Variante wieder verworfen werden. Die favorisierte Lösung, eine Brücke mit Spundwänden zu errichten, konnte nicht umgesetzt werden – das hochstehende Felsgestein im Untergrund hätte dies nicht zugelassen. Die alternative Bauweise sieht nun vor, eine Brücke auf Großbohrpfählen zu errichten.

Von Hagen Rösner

Altoschatz 51.2912556 13.0928099
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