Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Harter Baugrund verzögert Brückenbau in Altoschatz
Region Oschatz Harter Baugrund verzögert Brückenbau in Altoschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:19 17.06.2017
Die Brücke über die Döllnitz in Altoschatz präsentiert sich derzeit immer noch als Baustelle. Hier wird mit schwerem Gerät gebohrt. Quelle: Foto: Hagen Rösner
Anzeige
Altoschatz

Die Brücke über die Döllnitz in Altoschatz ist für den Verkehr noch immer gesperrt. Weil sich die Arbeiten an der Neuerrichtung des Bauwerks verzögern, wird dies auch in den nächsten Wochen so bleiben. „Die Arbeiten werden sich noch den Sommer über erstrecken. Mit einer Fertigstellung ist nicht vor September zu rechnen“, informiert der Leiter des nordsächsischen Straßenbauamtes Uwe Schmidt.

Grund für die Verzögerung ist ein anderer Baugrund, der bei den Tiefbauarbeiten vorgefunden wurde, als bei der Vorerkundung vermutet. „Die getätigten Rammsondierungen und Bohrungen ließen auf eine relativ gleichmäßige und stetige Übergangszone zwischen zwei geologischen Formationen schließen. Weiterhin ergaben die im Zuge der Baugrunderkundung erfolgten Prüfungen des Festgesteins im Labor minderfeste Felsformationen“, informiert Schmidt.

Den Mitarbeitern des Bad Dübener Bauunternehmens präsentierte sich letztlich bei den Baggerarbeiten ein wesentlich härterer und festerer Bauuntergrund als vorher angenommen. Dadurch war eine Überarbeitung der Pläne für das Projekt und eine Änderung des Bauverfahrens notwendig geworden.

„Das bei der Bauausführung gewählte Doppelkopfbohrverfahren ermöglicht große Bohrleistungen, kommt jedoch bei hohen Gesteinsfestigkeiten an seine Grenzen. Um Schäden am Gerät und erhebliche Schallemission in der Nähe der Schutzgebiete und der Gärten zu vermeiden, musste – verbunden mit einem Gerätetausch – das Bohrverfahren umgestellt werden. Die Pfähle werden nun mit einem Großbohrgerät mit Imlochhammer hergestellt. Die Geräuschbelastung der Umgebung wird vermindert. Ein Bohrverfahren mit Imlochhammer ist jedoch im Vergleich zum Doppelkopfverfahren erheblich langsamer“, verdeutlicht der Amtsleiter, der um Verständnis für die Verkehrseinschränkungen bittet.

Die Planungen für den Neubau der Brücke begannen bereits vor drei Jahren. Nach der Baugrunderkundung musste die ursprüngliche Variante wieder verworfen werden. Die favorisierte Lösung, eine Brücke mit Spundwänden zu errichten, konnte nicht umgesetzt werden – das hochstehende Felsgestein im Untergrund hätte dies nicht zugelassen. Die alternative Bauweise sieht nun vor, eine Brücke auf Großbohrpfählen zu errichten.

Von Hagen Rösner

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Henriette Kretz ist 82. Sie erlebte eine glückliche Kindheit. Die war für das jüdische Mädchen und ihre Familie abrupt vorbei, als deutsche Truppen ihre polnische Heimat besetzten. Die Zeitzeugin berichtete den Schülern der Klassenstufen 8 und 9 in der Oberschule Stauchitz vom Verstecken, Gefängnis und Ghetto und der Hoffnung auf das Überleben.

14.06.2017

Auf der Verbindungsstraße zwischen Dahlen und Meltewitz (Landkreis Nordsachsen) kam es am Montag zu einem schweren Verkehrsunfall. Ein 44 Jahre alter Autofahrer erfasste einen 43 Jahre alten Radfahrer. Der Radler sei durch die Wucht des Aufpralls in ein angrenzendes Getreidefeld geschleudert worden.

14.06.2017

In Oschatz ist nichts los – sagen die, die den Veranstaltungsplan des Thomas-Müntzer-Hauses nicht kennen. In der Stadthalle am Altmarkt geht noch bis Jahresende jede Menge über die Bühne. Die Chefin des Hallenbetreibers, Oschatzer Freizeitstätten GmbH, Uta Moritz, wirft einen Blick auf die Veranstaltungen im 2. Halbjahr 2017.

17.06.2017
Anzeige