Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 11 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Haufenweise Arbeit in Oschatz mit Gartenschnipseln und Stasi-Spitzeln

Achtung, Satire! Haufenweise Arbeit in Oschatz mit Gartenschnipseln und Stasi-Spitzeln

Der Trend geht zur Transparenz, in Garten, Wald und der eigenen Vergangenheit. Die Oschatzer wollen endlich mehr wissen über den Nährwert ihres Bodens, Bäume die zu Boden fallen und dem was auf dem Boden der Stasi einst in Akten über sie geschrieben wurde. Da haben alle in diesen Bereichen Tätigen nun haufenweise Arbeit.

In diesen Säcken schlummern geschnipselte Stasi-Akten. Mancher nutzt solche Säcke auch für das Sammeln von Gartenabfällen. Arbeit macht beides.

Quelle: Wolfgang Zeyen

Region. Nostalgie in Oschatz: Um etwas zu bekommen, mussten Anfang der Woche zahlreiche Bürger anstehen. Jedoch gab es im E-Werk keine Südfrüchte, wie sie zu DDR-Zeiten für lange Schlangen sorgten, sondern Anträge auf Einsicht in die Akten der Staatssicherheit des SED-Regimes. Wer hätte gedacht, dass er nach fast 30 Jahren erneut gern auf etwas wartet, was selten zu haben ist?

Selten zu haben sind auch Auskünfte über die gefällten und neu gepflanzten Bäume im Stadtgebiet. Grünen-Stadträtin Uta Schmidt fordert deshalb mehr Transparenz zur Arbeit der Stadtgärtnerei. Merke: Auch Jahre nach dem Mauerfall ist hierzulande das Interesse an Akten groß, die normalerweise keinem so einfach zugänglich sind. Wer im heimischen Garten selbst Grünpflanzen verschneidet und den Abfall kompostiert, wendet die drei Haufen-Methode an, um guten Dünger zu bekommen. Der Hobbygärtner unterscheidet sich also gar nicht so sehr vom Mitarbeiter in der Stasi-Unterlagenbehörde. Denn auch dort werden jetzt haufenweisen Anträge und Akten gewälzt, es wird Altes, Verrottetes, schon beinahe Vergessenes von ganz unten wieder nach oben ans Licht geholt. Fraglich ist nur, ob die Hinterlassenschaften von „Horch und Guck“ so viel Mehrwert haben wie gammeligen Gartenabfälle.

Wahrscheinlich war der Ansturm auf die Ausspäh-Ausstellung nur so groß, weil zahlreiche Einwohner der Region demselben Missverständnis aufgelegen sind. Sie fanden auf dem Küchentisch eine Notiz in Großbuchstaben. „BIN IM KELLER“ stand da – was jedoch keine späte Beichte eines IM (Inoffizieller Mitarbeiter der Stasi) ist, sondern ein Hinweis, dass sich ein Mitbewohner im untersten Stock des Hauses befindet.

Von Christian Kunze

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Oschatz
  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Auf dem Lutherweg

    Spannende Entdeckungsreise mit Martin Luther: Die LVZ pilgert zum Jubiläumsjahr der Reformation 2017 auf dem Lutherweg. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

25.05.2017 - 14:52 Uhr

Die Dahlener bezwingen den Seriensieger nach Verlängerung und Elfmeterschießen letztlich mit 6:4.

mehr