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Oschatz Havarie im Stellwerk Oschatz legt Zugverkehr lahm
Region Oschatz Havarie im Stellwerk Oschatz legt Zugverkehr lahm
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00:46 04.09.2015
Erhebliche Verspätungen im Zugverkehr gab es am Montag wegen einer Havarie im Stellwerk Oschatz. Quelle: Dirk Hunger
Leipzig/Oschatz/dahlen

Von frank hörügel

Weil das Elektronische Stellwerk Oschatz (ESTW) ausgefallen war, musste die Strecke zwischen Dahlen und Riesa ab 12.48 Uhr zeitweise gesperrt werden.

Insgesamt hatten 56 Züge im Fern-, Nah- und Güterverkehr teils erhebliche Verspätungen. Sechs Züge des Fernverkehrs wurden umgeleitet. Im Nahverkehr - Regionalexpress 50 Dresden-Leipzig - hatten 14 Züge Verspätungen. Von der Havarie war auch der Fernverkehr Dresden-Leipzig-Frankfurt-Hannover betroffen. "Die Züge dieser Linie wurden zum Teil über Falkenberg an der Elster umgeleitet und hatten über eine Stunde längere Fahrzeiten", so die Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost. Nach ihren Angaben waren Fachleute vor Ort in Oschatz, um den Grund des Ausfalls zu untersuchen und zu beseitigen. "Zwischenzeitlich konnte der Betrieb am Nachmittag wieder hergestellt werden", informierte die Bahnsprecherin. Um 18.14 Uhr sei das Elektronische Stellwerk jedoch erneut ausgefallen. Damit habe es bis etwa 23.15 Uhr wiederholt Einschränkungen im Zugverkehr gegeben. In die Reparaturarbeiten am ESTW Oschatz wurden schließlich Spezialisten von Siemens einbezogen. "Als Ursache konnte dann ein defektes elektronisches Bauteil ausgemacht werden", so Bahnsprecherin Erika Poschke-Frost. Dieses Bauteil sei gestern Vormittag ausgetauscht worden.

Einer der betroffenen Pendler war Nico Ahnert aus Oschatz, der derzeit seinen Bundesfreiwilligendienst in Leipzig leistet. Der 19-Jährige wollte am Montag mit dem Regionalexpress 19.03 Uhr von Leipzig nach Oschatz fahren. Dieser Zug fiel aus. Alternativ wurde den Bahnreisenden angeboten, mit dem IC von Leipzig über Riesa nach Dresden zu fahren (Abfahrt: 19.30 Uhr). Der IC musste über Wittenberg umgeleitet werden. Nico Ahnert: "Wir waren total verunsichert, weil keiner wusste, was wir in Wittenberg sollen. Und es gab auch keine Durchsage im Zug." Schließlich kam der IC in Riesa um 21 Uhr an. Der 19-Jährige ließ sich hier mit dem Auto abholen und war 21.30 Uhr in Oschatz - mit knapp zwei Stunden Verspätung und einem riesigen Umweg.

Noch deutlich längere Fahrzeiten mussten die Reisenden in Kauf nehmen, die um 18.03 Uhr in den Regionalexpress von Leipzig nach Oschatz gestiegen waren. Der Zug fuhr zwar planmäßig bis Wurzen. Dort war Schluss. Die Passagiere wurden immer wieder vertröstet, dass der Zug gleich weiter fahren werde. Gegen 20.45 Uhr kam dann die Durchsage, dass alle Reisenden aussteigen und auf dem Wurzener Bahnhofsvorplatz in Busse umsteigen sollten. © Kommentar

Hörügel, Frank

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