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Oschatz Hebammen-Verband kritisiert Oschatzer Klinik
Region Oschatz Hebammen-Verband kritisiert Oschatzer Klinik
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16:37 12.10.2015
Die Schließung der Oschatzer Geburtsstation schlägt Wellen. Quelle: dpa
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Oschatz

Demnach werden an der Döllnitz ab kommenden Jahr keine Nachwuchs-Oschatzer mehr in der Collm-Klinik das Licht der Welt erblicken. „Wir haben keine Info von der Klinik bekommen, keiner ist auf uns zugekommen. Lediglich die betroffenen Hebammen haben uns davon unterrichtet“, kommentiert Kretschmar-Zimmer die Informationspolitik des Krankenhauses. „Das ist schlimm. Die Frauen müssen immer weitere Wege in Kauf nehmen, um ihre Kinder auf die Welt zu bringen“, bewertet die Hoyerswerdaerin, „wir befinden uns auf dem Weg der Zentralisierung. Und die kann ja nicht gewollt sein.“ Schließlich beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen auch die freie Wahl des Geburtsortes.

Das Argument, dass in Oschatz zu wenig Kinder geboren werden, lässt die Vorsitzende der Vereinigung von etwa 800 sächsischen Hebammen ebenso wenig gelten. Lukrativität allein sei kein Kriterium. „Es geht hier nicht um das Ausrechnen, wie viele Handschuhe gebraucht werden und was das kostet. Die Geburtshilfe gehört in die Mischkalkulation der Krankenhäuser“, sagt Grit Kretschmar-Zimmer, „und dieses Problem war bekannt, dafür können die Schwestern nichts.“ Bei dem sich akut abzeichnenden Fachkräftmangel, hätte die Geschäftsführung der Collm-Klinik eher reagieren können. Beispielsweise Anreize für neue Kollegen schaffen. „Vielmehr kommt es mir vor, als ob die Schließung Strategie sei“, glaubt die Hebamme. Schließlich gäbe es auch Modelle, trotz niedriger Geburtenrate und weniger Hebammen, den Stationsbetrieb aufrecht zu erhalten.

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