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Oschatz Heilsarmee kommt nach Oschatz
Region Oschatz Heilsarmee kommt nach Oschatz
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16:47 18.04.2013
Gerald und Blanca Dueck wollen mit der Kirche auf Rädern Oschatz künftig öfter besuchen. Quelle: Bärbel Schumann

"Wir wollen auch in Oschatz den Menschen unsere Hilfe anbieten. "Kar" steht für Kirche auf Rädern und ist ein Projekt der Heilsarmee bei dem wir auf der einen Seite mit den Menschen ins Gespräch kommen wollen, auf der anderen Seite aber auch Hilfsangebote unterbreiten möchten", erklärt Gerald Dueck.

Noch steht der Kar-Truck in einer Werkstatt und wird nach den Wünschen der Heilsarmee-Akteure umgebaut. Wenn alles fertig ist, wird die Kirche auf Rädern einem Zirkuswagenaufbau gleichen. In seinem Inneren wird sich ein kleiner Gesprächsraum befinden, der mit einer flexiblen Bestuhlung und Klapptischen ausgerüstet ist und zudem über eine Multimedia-Ausstattung verfügt. Eine Toilette, von außen zugänglich, sowie eine Kaffeeküche zur Versorgung und heraus ziehbare Markisen im Außenbereich ergänzen die Ausrüstung. Im Inneren können sich bis zu zwölf Menschen aufhalten.

"Wir hoffen, dass Anfang Mai der Truck fertig ist und wir dann auf Tour gehen können. An jedem Tag werden wir dann eine andere Stadt von Meißen aus ansteuern", erklärt Dueck. Zur Vorbereitung der regelmäßigen Truck-Besuche in Oschatz diente eine Stippvisite in dieser Woche am künftigen Standplatz in der Lichtstraße beim Gebäude des Oschatzer Tafelvereins. Schon diesmal schenken Blanca und Gerald Dueck hier heiße Getränke aus und spendieren Kuchen. Schnell kommen sie dabei mit den Kunden der Oschatzer Tafel ins Gespräch, die von ihren Nöten und Sorgen berichten.

Zu den neugierigen Oschatzern gehört zum Beispiel Andras Szabo, der auf Grund seiner geringen Rente für jede Unterstützung dankbar ist. Auch Silke Fischer gehört zu jenen mehr als 30 Frauen und Männern, die mit den beiden Heilsarmisten sozusagen über Gott und die Welt an diesem Nachmittag sprechen. Schnell fasst man gegenseitig Vertrauen, redet von Sorgen und meist finanziellen Nöten. Gerald und Blanca Dueck hören aufmerksam zwischen dem Kaffeeausschenken und Kuchenverteilen zu, geben Tipps zur Hilfe. Auf Grund ihrer offenen, freundlichen und warmherzigen Art fällt es ihnen nicht schwer, Kontakt zu den Oschatzern zu finden. Am Ende ihres Einsatzes steht für das Paar fest: In Oschatz wird ihre Hilfe gebraucht, freuen sich die Menschen schon darüber, wenn jemand ihnen zuhört oder sich ihrer Probleme annimmt. Blanca und Gerald Dueck wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig das ist. Vor 19 Jahren kam das Ehepaar aus Kanada nach Deutschland, hat selbst manche Krise gemeistert. Seit elf Jahren engagieren sie sich in den Reihen der Heilsarmee in Meißen. Gerald steht inzwischen im Rang eines Offiziers und hat jetzt den "Kar-Truck" für Deutschland als Pilotprojekt entwickelt. "Dabei stand die Überlegung, mit geringen Kosten viele Menschen zu erreichen, Pate. Mit dem Truck können wir über Land fahren und so auch die Leute in den ländlichen Regionen besser unterstützen", erklärt der Heilsarmee-Offizier. Nun fiebern beide Heilsarmisten der planmäßigen Fertigstellung des Trucks entgegen. Denn auch in Oschatz hat sich für Blanca und Gerald Dueck gezeigt: Auch hier gibt es Menschen, die uns brauchen! © Kommentar

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Bärbel Schumann

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