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Oschatz Heimatgeschichte: Die Vereinigung von Ablaß mit Zschannewitz
Region Oschatz Heimatgeschichte: Die Vereinigung von Ablaß mit Zschannewitz
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16:09 14.01.2013

Das betraf zum Beispiel die bisher selbstständigen Gemeinden Ober- und Niedergrauschwitz oder Poppitz und Nebitzschen, sowie auch Ablaß und Zschannewitz. Nach zähen Verhandlungen wurde die Vereinigung mit Wirkung vom 1. Oktober 1936 vollzogen.

Zschannewitz durfte seinen Namen als Ortsteil noch behalten. Schon einmal, nämlich 1845, fand die Vereinigung der beiden Ortschaften statt. Dem Ortsstatut der vereinigten Gemeinde Ablaß mit Zschannewitz wurde nach erfolgter Prüfung am 5. März 1850 in Leipzig Genehmigung erteilt.

Ausgangspunkt war wieder eine staatliche Maßnahme, nämlich die Generalverordnung vom 7. Januar 1835. Nach der erfolgte eine Bereinigung und Vermessung, die in den neuen Flurbüchern festgestellt wurde.

Das ging nicht reibungslos über die Bühne. Nach vielen Verhandlungen wurde die Vereinigung beider Ortschaften Ablaß und Zschannewitz zu einem gemeinsamen Gemeindeverband durchgesetzt, obwohl die Verhältnisse in beiden Orten, namentlich Wegebau und Altgemeindegrundstücke, unterschiedlich vorhanden waren.

Aus der Vereinigung entstanden fortwährende Streitigkeiten. Eine Beseitigung derselben war bei keiner Verhandlung gelungen. Von Gemeinde- vertretern wurde der Wunsch ausgesprochen, dass der Gemeindeverband wieder aufgelöst werden soll. Besondere Unstimmigkeiten gab es zum Wegebau. Während in Ablaß die Arbeiten am Wegebau entlohnt wurden und die Gelder entsprechend den Grundsteuereinheiten in die Kasse abgeführt wurden, mussten die Zschannewitzer feststehende Beträge in die Kasse einzahlen. Die Beträge waren historisch entstanden, jedoch nicht mehr gerecht und bedurften einer Überarbeitung.

Ein weiterer Zankapfel waren die Grundstücke der Begüterten von Ablaß, die Grundstücke der Genossenschaft. Die Genossenschaft bestand aus sieben Pferdnern und acht Gärtnern. Die Genossenschaft besaß zwei Teiche sowie zwei Äcker und 84 Quadratruthen Gemeindeland. An den Teichgrundstücken befanden sich außerdem zwei Brunnen zur gemeinschaftlichen Benutzung. Die Begüterten von Ablaß erklärten letztendlich die Auflösung der Genossenschaft und wollten daraufhin die Grundstücke der Gemeinde übergeben.

Dafür sollten die Mitglieder der Gemeinde Zschannewitz und die Reichsgrundstücksbesitzer eine kleine billige Entschädigung leisten. Dies scheiterte am Widerspruch des Gutsbesitzers Kraft. Am 1. Januar 1872 wurde der Gemeindeverband Ablaß-Zschannewitz wieder aufgelöst (Quelle: Staatsarchiv Leipzig).

Saarfried Kretzschmar

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