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Heimatgeschichte: Ehemalige Stadttore und Befestigungen in Oschatz (Teil II)

Heimatgeschichte: Ehemalige Stadttore und Befestigungen in Oschatz (Teil II)

Bis zum äußeren Tor war zu Mogks Zeiten (Friedrich Wilhelm Mogk, Oschatzer Rasherr, Kaufmann, Autor 1793 bis 1864) rechts eine bis zur Brusthöhe abgetragene starke Mauer und links eine niedere Brostmauer, die auch den Stadtgraben einsäumte.

Oschatz.

 

Kurz vor dem äußeren Tor führte eine zweibogige steinerne Brücke über den 15 Schritt breiten Stadtgraben.

Der Stadtgraben lag vom Brüdertor übers Altoschatzer Tor bis zum Mühlgraben nahezu immer trocken, so dass man dieses Stück von 1552 bis 1576 sogar mit Hirschen besetzte. Am Brüdertor stand eine Hütte, wo die Tiere mit Heu, Hafer und Krauthäuptern gefüttert wurden.

Hoffmann schreibt, dass man sich zu gewissen Zeiten das Vergnügen machte, durch einen Hundeschläger einen Hirsch um den "Ring zu jagen", wozu oft zwölf Hunde benötigt wurden. Später benutzte man das trockene Stück des Stadtgrabens zur "Gräserey" und "besteckte ihn auch mit Erdbirnen und Fruchtbäumen". Eine Pappelallee führte den Stadtgraben entlang, und in Richtung Alt-oschatz stand auf einem von Pappeln umfriedeten Rasendreieck eine alte Postmeilensäule.

Mogk berichtet nun in seinem Stadtbuch weiter, dass 1834 am Altoschatzer Tor rechts der Anfang mit der Verfüllung des Stadtgrabens gemacht wurde, indem dieser Teil zur Ablagerung von Bauschutt freigegeben wurde. Am 6. April des nächsten Jahres kamen die aus dem alten Zwinger und dem Stadtgraben geschaffenen neuen Gärten zwischen dem Hospital- und Strehlaer Tor zu Stande. 1837 wurden die Stadtmauern vom Altoschatzer Tor bis zur "alten Pforte" (am Pulverturm) abgetragen und Zwinger und Stadtgraben ebenfalls in Gärten verwandelt. Zur Ausfüllung des Stadtgrabens wurde die "alte Allee", die sich an den Mauern hinzog, "ausgerodet" und mit den gewonnenen Erdmassen der Graben eingeebnet. Das Gelände wurde mit Linden und Akazien bepflanzt.

Fortsetzung folgt Siegfried Nowak

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