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Oschatz Heimatgeschichte: Emma Kloß und Hedwig Pietsch kochen
Region Oschatz Heimatgeschichte: Emma Kloß und Hedwig Pietsch kochen
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15:01 23.01.2012

Jeden Tag musste das Essen knapp zwei Kilometer bis zur Schule transportiert werden. Das übernahmen die Lampersdorfer Einzelbauern im Wechsel kostenlos und in Eigeninitiative. Daran beteiligten sich alle. Es spielte keine Rolle, ob sie in die Familie schulpflichtige Kinder hatte oder nicht. Die Essenausgabe erfolgte durch die Lehrer.

Mit Beginn des neuen Schuljahres befand sich die Küche im Schulgebäude. Ab 1. September 1959 wurden die Klassen 7 und 8 in eine Zentralschule umgeschult. Je nach Bedarf geschah das nach Mahlis, Calbitz, Wermsdorf oder Oschatz.

Außerhalb des Unterrichts standen den Kindern in Arbeitsgemeinschaften (AG) die vielfältigsten Angebote zur Verfügung . Die AG Fotografie war eine der ersten an der Schule. Sie wurde von Herrn Brückner vom Observatorium Collm geleitet. Alles machten die Schüler selbst: fotografieren, entwickeln, vergrößern unter einfachsten Bedingungen und natürlich nur Schwarz/Weiß. An der Schule gründeten sich die als erste AG Junge Brandschutzhelfer im Kreis Oschatz. Ihr Leiter war Rudi Zapf von der Abteilung Feuerwehr des Volkspolizeikreisamtes Oschatz.

In der Verkehrserziehung wurde bei uns eine Fahrerlaubnis für Radfahrer erfunden, denn fast jedes Kind benutzte für den Schulweg ein Rad. Sie wurde jedes Jahr im März wiederholt und nach der Prüfung verlängert. In den Winterferien erfolgte die Vorbereitung auf die theoretische Prüfung. Die technische Überprüfung der Räder - mit Ausgabe eines Aufklebers - schloss sich an, ebenso eine praktische Übung des Verhaltens des Linksabbiegers. Es soll ehemalige Schüler geben, die sich diese Fahrerlaubnis bis heute aufgehoben haben.

Als Baumaßnahme für die Verbesserung der Lernbedingungen erfolgte in den 60er Jahren auf Initiative der Eltern und deren großer Bereitschaft zur Hilfe im Nationalen Aufbauwerk (freiwillige kostenlose Hilfe) der Bau es Werkraumes. Er war so konzipiert, dass er für alle Fächer nutzbar war, musste aber zu Genehmigungszwecken einen Namen haben.

Auf dem Gelände des jetzigen Spielplatzes, eines ehemaligen Sportplatzes mit Laufbahn und Fußballplatz, entstand ein separates Gebäude für den Hort und zwei angeschlossene Schlafräume. Auch hier waren es in erster Linie die Eltern, Großeltern und die LPG Bergtreue Collm mit ihrem rührigen Vorsitzenden Alfred Möbius, die für die zügige Fertigstellung sorgten.

Fortsetzung folgt Günter Geisler

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