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Heimatgeschichte: Geschichte einer alten Fernstraße

Heimatgeschichte: Geschichte einer alten Fernstraße

Durch unsere Region führt eine wichtige Verkehrsader: Die Bundesstraße 6 (seit 1990), zu DDR-Zeiten F 6. Innerhalb des Stadtgebietes von Dresden ging die F 6 am Betriebsgebäude des VEB Tabakkontor (heute Yenidze) vorbei.

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Die B 6 führt durch Oschatz.

Quelle: Dirk Hunger

Die Legende besagt, die Zigarettenmarke "f6" verdanke ihren Namen diesem Umstand.

 

Die Straße verbindet die Städte Leipzig und Dresden. Dabei ist diese 140 Kilometer lange Strecke nur ein Teilabschnitt der B 6, die quer durch das nordwestliche Deutschland verläuft, und zwar von Cuxhaven über Bremerhaven-Bremen und Nienburg/Weser - Hannover - Hildesheim- Goslar - Wernigerode - Quedlinburg - Aschersleben - Halle/Saale - Schkeuditz nach Leipzig. Von Dresden aus erreicht die heutige B 6 die polnische Grenze bei Görlitz über Bischofswerda und Bautzen. Die Gesamtlänge der B 6 dürfte damit über 600 Kilometer betragen.

 

Auch wenn durch Autobahn und Eisenbahn der Personen- und Güterfernverkehr heute schneller abgewickelt wird, gibt es immer noch die B 6. Den wenigsten Nutzern aber wird bekannt sein, dass sie eine 2000 Jahre alte Fernstraße befahren. Zur Geschichte der Straße Leipzig - Dresden: Etwa im zweiten vorchristlichen Jahrhundert drangen keltische Händler in das Gebiet zwischen Saale und Elbe vor, um hier Handel mit den germanischen Stämmen zu treiben. An der mittleren Saale (bei Halle) trafen sich zwei uralte Verkehrswege. Der eine kam vom Rhein und führte durch das Thüringer Becken zur Saale, der andere kam aus Südwestpolen durch die Lausitz in unser Gebiet.

 

Dadurch ergab sich bereits frühzeitig eine Hauptverkehrsrichtung, die im Wesentlichen dem Verlauf der heutigen B 6 entsprach. Begünstigt wurden diese Wege durch die natürlichen Bedingungen, welche die Landschaft zwischen Saale und Elbe, insbesondere der alten Landkreise Wurzen und Oschatz, für den West-Ost-Verkehr (und umgekehrt) boten.

 

Sie wurde daher bis ins frühe Mittelalter ein Durchgangsland für den Handel. Haupthindernis für den Verkehr waren die Flussübergänge an Elbe und Mulde. Nur an zwei Stellen gab es damals solidere Bedingungen zur Querung der beiden Flüsse im nordwestsächsischen Abschnitt unserer heutigen Fernverbindung: bei Strehla an der Elbe und die Passage bei Püchau (nördlich von Wurzen) an der Mulde. An diesen Flussübergängen entstanden frühzeitig Schutzbauten für Reisende. Die Reisenden waren gezwungen, tagelang zu warten, ehe sie die Furt passieren konnten. Fortsetzung folgt

 

Arndt Boettcher

Arndt Boettcher

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