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Oschatz Heimatgeschichte: Nachmittags Unterricht im Grünen
Region Oschatz Heimatgeschichte: Nachmittags Unterricht im Grünen
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16:33 06.02.2012
Diese Postkarte aus der Sammlung von Günter Geisler zeigt das Schullandheim und die vielen Möglichkeiten, die es den Besuchern bot.

Dietmar Pohl war 27 Jahre tätig, davon 19 Jahre als Leiter der Einrichtung. Seinem unermüdlichen Einsatz ist es zu verdanken, dass es keine Abstriche an der Bildungs- und Erziehungsarbeit gab. Er war Tag und Nacht für die Kinder da. Zu würdigen ist auch seine Tätigkeit als stellvertretender Vorsitzender des Sächsischen Landesverbandes der Schullandheime.

Ab dem Schuljahr 1974/75 wurde das Schulgebäude für den ausgelagerten Unterricht der 3. bzw. 4. Klassen der Erich-Vogel-Oberschule genutzt. Später zeitweilig auch durch den Kindergarten Lampersdorf, weil dort umfangreiche Erweiterungsarbeiten durchgeführt wurden. Ab 1984 begann dann der Umbau zur Touristenstation. Es mussten Schlafräume geschaffen werden. Waschräume und Toiletten wurden gebaut. Das geschah vor allem in Eigeninitiative durch den Hausmeister und die Pädagogen. Es wurde gemauert, geputzt, Licht gelegt, gemalert, tapeziert, gefliest, Türen eingesetzt - alles unter dem Motto "Selbst ist der Mann". Damals unterstützte besonders Oberstudienrat Ewald Krysmann, der beim Rat des Kreises Oschatz, Abteilung Volksbildung für die außerunterrichtliche Tätigkeit verantwortlich war und das benötigte Geld freilenkte, die Einrichtung.

Die feierliche Einweihung war für den 2. September 1985 geplant. Durch eine Havarie (Fußbodenschwamm) konnten die ersten Gäste nicht empfangen werden. Viele Arbeiten mussten von vorn begonnen werden.

Endlich, am 10. März 1986 konnte die erste Klasse begrüßt werden. Es war die Klasse 5 der Hans-Beimler-Oberschule Naundorf mit ihrer Lehrerin Anni Gasch, die auch das Eröffnungsprogramm gestaltete. Der Auf- enthalt in der Touristenstation wurde so organisiert, dass für jede Schule des Kreises pro Schuljahr eine Woche reserviert war. Die Schule entschied selbst, wer hierher kam. Meist waren es Unterstufenklassen, da die Hauptfächer Deutsch und Mathematik vom Klassenleiter unterrichtet wurden: am Vormittag je zwei Stunden und nachmittags ging es in die Natur, zum "Unterricht im Grünen".

Fortsetzung folgt Günter Geisler

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