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Heimatseite. Das weiße Haus (Teil II)

Heimatseite. Das weiße Haus (Teil II)

Ab dem Schuljahr 1952/53 begann endlich der kontinuierliche Unterricht mit den bewährten Kombinationen 1/2, 3/4, 5/6 und 7/8. Die jeweils beiden Jahrgänge wurden im gleichen Raum, beim gleichen Lehrer zur gleichen Zeit unterrichtet.

Das war eine hohe Anforderung für Schüler und Lehrer. So muste in der halben Stunde neuer Stoff gelernt werden. In der zweiten Hälfte wurde das Gelernte gefestigt, angewendet beziehungsweise sich auf Neues vorbereitet. Das wurde auch Stillarbeit genannt, eine Art Hausaufgaben in der Stunde. Das war nicht einfach, da es oft Interessantes in der anderen Stufe zu hören gab.

Erwähnenswert ist an dieser Stelle, dass es damals gesetzlich festgelegt war, dass in jeder Schule, also in Collm/Lampersdorf, Oschatz, Leipzig und auch Berlin nach gleichen Lehrplänen in allen Fächern unterrichtet wird. Der Unterschied zwischen Stadt und Land bestand nicht mehr. Jeder Schüler hatte die Möglichkeit, den Abschluss 10. Klasse zu erreichen.

Diese Art der Bildung war für die skandinavischen Länder interessant. Was sie für gut befanden, passten sie an ihre örtlichen Gegebenheiten an. Auch in Oschatz waren finnische Kollegen zum Erfahrungsaustausch.

Als eine der ersten Schulen im damaligen Bezirk Leipzig begann am 3. September 1956 in Collm/Lampersdorf der Werkunterricht. Für die Klassen 5 bis 8 half dabei der selbstständige Tischlermeister Erich Weide aus Lampersdorf als Gastlehrer. Für die Klassen 1 bis 4 übernahm das die Frau des Schulleiters, Margarete Assig. Ab 1. April 1959 begann sie als Hortnerin.

Der Hort war zunächst zeitlich begrenzt, vom April bis Oktober, als Erntehort. Ab dem Schuljahr 1961/62 stand er dann den Kindern ganzjährig zur Verfügung. Ebenfalls ab 1959, genau ab dem 13. April, konnte den Kindern ein vollwertiges Mittagessen angeboten werden. Alles begann im Gut von Arthur Kurth, dort, wo sich heute der Kindergarten "Collmblick" in Lampersdorf befindet.

Fortsetzung folgt Günter Geisler

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