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Oschatz Heimatverein Wermsdorf stellt im Pflegeheim aus
Region Oschatz Heimatverein Wermsdorf stellt im Pflegeheim aus
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00:18 01.06.2017
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Wermsdorf

Kleine Zeitreisen statt leerer Wände: Auf diese Strategie setzt das Wermsdorfer Wohn- und Pflegezentrum „Hubertushof“ bei der Gestaltung seiner Innenräume. Dazu passt zum Beispiel, dass in der Caféteria im Erdgeschoss der erhaltene Wappenstein des ehemaligen Gasthofes „Goldener Strauß“ ein Blickfang ist. Das Gasthaus stand an der gleichen Stelle, auf der nun seit fast anderthalb Jahren das Pflegeheim in Betrieb ist und so mancher der heutigen Bewohner ist auf dem damaligen Saal in seiner Jugend zum Tanz gewesen oder hat dort Fasching gefeiert.

Solche Veränderungen haben auch die Mitglieder des Wermsdorfer Heimat- und Verschönerungsvereines aufgegriffen und davon in ihrer Fotoaustellung „Wermsdorf zur Wendezeit und heute“ erzählt (wir berichteten). Nachdem die Schau bereits im Alten Jagdschloss und den Praxisräumen von Dr. Kathrin Auerbach zu sehen war, sind die Bildtafeln erneut umgezogen und hängen derzeit auf den Gängen des Seniorenheimes „Hubertushof“. „Wir freuen uns, dass der Heimatverein uns diese Fotosammlung zur Verfügung stellt, denn viele unserer Bewohner haben die alten Ansichten noch sehr gut in Erinnerung“, sagt Heimleiterin Jana Berentzik. Auf den Fotos sind die Veränderungen der vergangenen Jahre besonders auffällig: Da finden sich alte Fotografien von Schloss Hubertusburg, dem Fachwerkensemble des Roten Ochsen oder der alten Poststation neben Abbildungen der gleichen, mittlerweile aber sanierten Fassaden und neu belebten Gebäuden. „Wir haben beim Zusammenstellen der Ausstellung selber gestaunt, was sich alles in Wermsdorf getan hat, im Alltag verliert man das leicht aus dem Blick“, hatte Gundolf Schmidt vom Vorstand des Heimatvereins bei der ersten Präsentation erklärt.

„Der Blick bleibt immer wieder an diesen Gegensätzen hängen. Vor allem die älteren Wermsdorfer freut es, wenn sie sehen, wie schön alles im Ort geworden ist“, so Jana Berentzik. Man wolle die Zusammenarbeit mit dem Heimatverein deshalb gerne fortsetzen und Ausstellungen auch künftig einen Raum bieten. „Wir sind ein offenes Haus, deshalb haben nicht nur unsere Bewohner, sondern auch deren Gäste und andere Besucher etwas davon“, betont die Leiterin.

Bei der Gestaltung des Heimes habe man viel Wert auf die Verbundenheit mit der Gemeinde gelegt. So gebe es in Anlehnung an die jagdlichen Traditionen in Hubertusburg eine Jagdecke mit Trophäen. Außerdem sind die verschiedenen Bereiche im Haus mit Wermsdorfer Straßennamen gekennzeichnet.

Der Zuspruch für das Anfang 2016 eröffnete Wohn- und Pflegezentrum mit 73 Plätzen sei nach wie vor groß, sagte Jana Berentzik. „Wir sind voll belegt und jeden Tag gibt es neue Anfragen von Interessenten. Der Bedarf an entsprechenden Plätzen für ältere und pflegebedürftige Menschen in der Region ist sehr groß“, fügte sie hinzu.

Von Jana Brechlin

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