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Heimatverein auf der Kippe

Heimatverein auf der Kippe

Die Zukunft des Geschichts- und Heimatvereines Oschatz ist ungewiss. Vorsitzender Gert Jubisch legt sein Amt zum Jahresende nieder. Ein Nachfolger ist nicht in Sicht.

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Gert Jubisch

Quelle: Dirk Hunger

Bleibt die Suche erfolglos, muss der Verein aufgelöst werden.

 

Gemütlich wollten die Vereinsmitglieder das Jahr am Donnerstagabend mit Kaffee und Stolle ausklingen lassen. Als Vereinsvorsitzender Gert Jubisch nach dem Rückblick auf 2013 noch einmal mit ernster Stimme das Wort ergriff, war es mit der Gemütlichkeit schlagartig vorbei. Nach reiflicher Prüfung habe er sich entschlossen, die Funktion als Vorsitzender zum Jahresende niederzulegen. "Diese Entscheidung ist unumstößlich", betonte Jubisch. Als Hauptgrund führte der Oschatzer Belastungen durch weitere ehrenamtliche Tätigkeiten an. Jubisch ist Ortskurator der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, engagiert sich im Vogtshaus und für die Klosterkirche. Heute vor einem Jahr wurde er als Nachfolger von Gabriele Teumer zum Vorsitzenden des Geschichts- und Heimatvereines gewählt.

 

"Die Sache ist sehr ernst", sagte der zweite Stellvertreter Dr. Manfred Schollmeyer. Keines der Vorstandsmitglieder und auch keines der Vereinsmitglieder habe sich bisher bereiterklärt, die Zügel in die Hand zu nehmen. Und wenn sich kein Vorsitzender finde, dann bleibe nur die Auflösung des Vereines. "Das wäre sehr traurig angesichts der langen Tradition des Heimatvereines. Und es wäre ein Armutszeugnis und ein Verlust für die Stadt Oschatz", meinte Vereinsmitglied Eckart Säuberlich. Der Oschatzer Heimatverein wurde im Januar 1990 gegründet und zählt aktuell 44 Mitglieder.

 

Gabriele Teumer erinnerte daran, warum die Suche nach einem - möglichst jüngeren - Nachfolger so schwierig ist. "Uns fehlt hier fast eine komplette Generation, die nach der Wende in den Westen gegangen ist." Auch deshalb sei der Altersdurchschnitt im Verein relativ hoch.

 

Der Vereinsvorstand will in den nächsten Tagen mit weiteren potenziellen Kandidaten für das Amt des Vorsitzenden reden. Am 8. Januar soll eine außerordentliche Mitgliederversammlung stattfinden. Kann das Führungsproblem bis zu diesem Tag nicht gelöst werden, dann sind die Tage des Oschatzer Geschichts- und Heimatvereines gezählt.

 

© Kommentar

Frank Hörügel

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