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Oschatz Heimliches Gericht an der Oschatzer Klosterkirche im Mittelalter
Region Oschatz Heimliches Gericht an der Oschatzer Klosterkirche im Mittelalter
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16:49 01.08.2014

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Sie werden ab 19.30 Uhr im kühlen Kirchenschiff bei freiem Eintritt (Spenden willkommen) erzählt, gespielt und gezeigt.

Einstimmung auf Mittelalter-Abend

Als eine kleine Einstimmung auf einen mittelalterlichen Abend hat Robert Schmidt für die Leser der OAZ eine der Geschichten ausgewählt, die mystisch und spannend wie kaum eine zweite ist: "Das heimliche Gericht an der Klosterkirche zu Oschatz".

Eine alte Oschatzer Stadtansicht von etwa 1780 zeigt direkt am Westgiebel der Klosterkirche ein großes Gebäude, bis zum Dachfirst der Klosterkirche reichend. Stadtchronist Hoffmann schrieb in seiner 1813 erschienenen Chronik der Stadt Oschatz dazu: "Der sogenannte Ausfall hinter dem Klostergebäude macht ein länglich viereckiges Gebäude von drei Stockwerken, ehemals mit einem Dache versehen, aus und gehet über den Zwinger des Stadtschreibers hinweg. Einer unverbürgten Sage nach soll in dem obern Stockwerke vor Zeiten ein heimliches Gericht gewesen sein. In dem Stadtgraben, da, wo auf der Erde der Gang aus dem Ausfalle heraus kommt, wurden ehemals viele Menschengebeine ausgegraben ..."

Wikipedia nennt die Femegerichte - eine andere Bezeichnung für "heimliches Gericht" - in Ost- und Mitteldeutschland obrigkeitlich eingesetzte Sondergerichte zum Schutz des Landfriedens, sie entstanden meist im 14. Jahrhundert. Die 1567 in Basel gedruckte Ausgabe der Cosmographia des Sebastian Münster - eine illustrierte Beschreibung der ganzen Welt an der Schwelle vom Mittelalter zur Neuzeit auf mehr als 1800 Seiten - enthält zusätzliche zeitgenössische Informationen zum "heimlichen Gericht", denen wir zunächst folgen wollen.

Kaiser setzt heimliche Richter ein

Nach der Christianisierung der deutschen Lande, Münster erwähnt speziell Westfalen und Sachsen, war es natürlich so, dass es oft Fälle gab, wo sich die Einheimischen der neuen Religion nur zum Schein unterwarfen, um im Anschluss wieder ihren alten Bräuchen nachzugehen.

Robert Schmidt

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