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Oschatz Heizen mit Holz im Trend
Region Oschatz Heizen mit Holz im Trend
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16:27 26.11.2013
Der Ofensetzer David Wohllebe weiß die wohlige Wärme des Holzfeuers zu schätzen und legt noch einen Scheit Holz nach. Quelle: Sven Bartsch

Dieser Trend ist durch die gestiegenen Energiekosten beschleunigt worden.

"Diese Entwicklung kann ich vollkommen bestätigen", sagt David Wohllebe. Der Oschatzer Ofensetzer hat, besonders jetzt, da es draußen kalt wird, einen vollen Terminkalender. "Sobald der Sommer sich dem Ende neigt und die Kunden an die Preise für Öl und Gas im Winter denken, wird hin und her gerechnet und überlegt. Dabei schneidet eine Beheizung mit Holz immer am besten ab", weiß er aus Erfahrung. Neben der Kostenersparnis bietet ein Kamin in seinen Augen aber auch viele andere Vorteile, mit denen eine normale Heizung nicht mithalten kann. "Die Strahlungswärme eines Feuers tut nicht nur dem Geldbeutel gut, sondern auch dem Körper. Das Wohlbefinden steigert sich durch diese Wärme auf eine ganz andere Weise."

Einen Kamin ins Eigenheim zu bauen, ist in den meisten Fällen kein Problem. "Wichtig ist nur, dass ein Schornstein anliegt." Um andere Details, wie eine Zugluftleitung und die Absicherung der Feuerstelle, kümmern sich die Experten dann vor Ort.

"Bei uns sieht es aber in diesem Jahr ganz schlecht aus mit Terminen", freut sich Wohllebe über die vollen Auftragsbücher. Wer also Weihnachten noch vor dem eigenen Kamin verbringen will, der sollte sich sputen, um mit viel Glück noch einen Kaminbauer zu finden, der nicht komplett ausgelastet ist.

Um an den begehrten Brennstoff Holz zu kommen, gibt es mehrere Möglichkeiten. Fertiges Holz gibt es auf dem Baumarkt. Wer es günstiger will, muss sich in den Wald begeben. "Wir haben zwei Möglichkeiten für unsere Kunden. Entweder man holt das fertig gesägte Holz am Waldweg ab, oder man bezieht es direkt in Eigenleistung aus dem Wald", erklärt Forstwirt Mario Erdmann vom Wermsdorfer Forstamt. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass sich die Holzbefeuerung eines Eigenheimes lohnt. "Ich komme bei einer Wohnfläche von 120 Quadratmetern mit 20 Raummetern Holz über den Winter", rechnet Erdmann vor. Das sind etwa 400 Euro Heizkosten bei einem Preis zwischen 15 und 20 Euro pro Raummeter. Das fertige Holz am Waldrand ist aber teurer. "Natürlich müssen wir dann unsere Arbeitsleistung draufrechnen und zwischen 40 und 50 Euro verlangen", gibt er zu bedenken. Der Experte empfiehlt, mit Laubholz von Eichen und Buchen zu heizen. "Das bringt am meisten Energie."

Auf eigene Faust in den Wald zu gehen und Bäume zu schlagen, ist verboten. "Wir haben strenge Auflagen, die von kompletter Arbeitsmontur bis zu einem Kurs zum Bedienen einer Motorsäge und dem sachgerechten Fällen reichen", so Erdmann. Wer diese Kriterien erfüllt, bekommt eine Fläche zugewiesen und muss sich an Auflagen der Revierförster halten. "Natürlich entnehmen wir dem Wald nur soviel, wie wir brauchen und absetzen können. Das Wichtigste ist immer noch die Gesundheit des Baumbestandes und nicht der Energiebedarf der Region."

Das Holz muss fachgerecht gelagert werden, sonst vergeht der Spaß am Heizen den Hauseigentümern schnell. Trocken soll es liegen und nicht mit Planen abgedeckt sein. Das direkte Stapeln am Haus führt oft zu Stockflecken. Idealerweise lagern die Stücke zwei bis drei Jahre, bevor sie in den Ofen kommen. "Das Holz muss trocken sein, sonst bekommt man schnell Probleme mit den Öfen und das gewünschte Ergebnis lässt auch auf sich warten", erklärt David Wohllebe seinen Kunden immer wieder.

Janett Petermann

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