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Helfer geben Tipps zum Stromsparen

Helfer geben Tipps zum Stromsparen

Strom kommt den Verbrauchern ab 2013 noch teurer zu stehen. Sie müssen einen Rekordwert von 5,3 Cent Umlage pro Kilowattstunde zur Förderung erneuerbarer Energien zahlen.

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Stromsparhelfer Inge Piel, Jürgen Lirsch, Ronald Heubaum und Antje Köchel (von links) zeigen hier Artikel, die kostenlos ausgehändigt werden.

Quelle: H. Großnick

Oschatz/Torgau. . Strom kommt den Verbrauchern ab 2013 noch teurer zu stehen. Sie müssen einen Rekordwert von 5,3 Cent Umlage pro Kilowattstunde zur Förderung erneuerbarer Energien zahlen. "Strom zu sparen wird also noch viel notwendiger", sagt Stromsparhelfer Jürgen Lirsch. Die vom Bundesumweltministerium und Caritas ins Leben gerufene Aktion Stromspar-Check möchte Empfängern von Arbeitslosengeld II, Beziehern von Sozialhilfe und Bafög helfen.

 

War bisher Strom-Checker Lutz Krause allein in bedürftigen Haushalten unterwegs, sind seit Ende August nun fünf Stromsparhelfer im Einsatz - dank neuer Ein-Euro-Jobs, die die Caritas bei der Arbeitsagentur beantragt hat und bestätigt bekam.

"Unser Standort ist in Torgau, aber wir sind zum Beispiel auch in der Region Oschatz, in Wermsdorf sowie von Jessen bis Wittenberg im Einsatz", so Lirsch. Die Frauen und Männer haben sich für diesen Job schulen lassen. Sie nehmen in den Haushalten zunächst die örtlichen Gegebenheiten auf, zum Beispiel wie lange der Fernseher läuft, wie viele Geräte Standby laufen oder auf welche Temperatur der Kühlschrank eingestellt ist.

"Wir geben wertvolle Tipps wo man einsparen kann", erläutert Jürgen Lirsch. Im Prinzip könne in jedem Haushalt eingespart werden, zum Beispiel durch den Einsatz von Energiesparlampen. Die gibt es dann sogar gratis, ebenso abschaltbare Steckerleisten, Wassersparartikel oder Kühlschrankthermometer - insgesamt bis zu 70 Euro pro Haushalt.

"Unser Problem ist, viele Leute sind misstrauisch und glauben nicht, dass es etwas umsonst gibt. Sie denken, da kommt noch eine Rechnung oder es ist irgendein Haken dran", erzählt Lirsch aus seinen Erfahrungen während des Einsatzes und versichert: "Alles ist wirklich kostenlos."

Die Kunden erhalten nicht nur wertvolle Hinweise, wie sie künftig weniger Energie verbrauchen, sondern sie leisten ganz nebenbei auch einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.

Die Stromsparhelfer in Torgau sind wochentags täglich von 8 bis 13 Uhr telefonisch erreichbar.

"Termine können auch kurzfristig vergeben werden", informiert Lirsch. Anruf beim Caritasverband in Torgau, Karl-Marx-Platz 1c, unter der Telefonnummer 03421/77 56 10 genügt. Dann erfolgt die Terminvereinbarung. Es entstehen übrigens auch keine Anfahrtskosten.

Heinz Großnick

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