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Oschatz Herbstfest der Agrargenossenschaft Laas mit Tausenden Besuchern
Region Oschatz Herbstfest der Agrargenossenschaft Laas mit Tausenden Besuchern
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06:00 23.10.2017
Großer Auftritt für die Jüngsten: Die Kinder der Tagesstätte Cavertitz hatten bei ihrem Auftritt die Aufmerksamkeit der ganzen Halle. Quelle: Foto: Jana Brechlin
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Cavertitz

Aller zwei Jahre passiert etwas, das es sonst nie gibt in Cavertitz: Der Verkehr staut sich. Kein Wunder, wenn mehrere tausend Besucher den Ort ansteuern, um auf Einladung der Agrargenossenschaft Laas das Herbstfest zu feiern. Gestern war es wieder soweit und schon vor dem offiziellen Beginn um zehn Uhr füllte sich Parklücke um Parklücke. Die Helfer der Feuerwehren hatten gut zu tun, die anrollenden Besuchermassen einzuweisen.

Die Agrargenossenschaft Laas hat zum Herbstfest eingeladen. Tausende Besucher kamen dazu auf das Gelände des Landhandels Cavertitz.

Über dem Gelände des Landhandels Cavertitz, der zur Agrargenossenschaft gehört, wehten Duftwolken von Grillständen und Musikfetzen aus dem Festzelt durch die Luft und weckten Neugier und Appetit. In der Halle, in der sonst die Landmaschinen stehen, und aufgestellten Zelten hatten die Besucher an zahllosen Bänken ihren Platz gefunden, um sich durch das Speiseangebot zu probieren und dem Bühnenprogramm zu folgen.

Familientreffen zum Herbstfest

Martin und Traudel Wikowski waren extra aus Herzberg gekommen und hatten mit ihrer Familie eine ganze Bankreihe belegt. „Unsere Kinder wohnen in Mügeln, und das Herbstfest ist für uns eine Gelegenheit, Sohn, Schwiegertochter und Enkel zu treffen. Wir essen gemeinsam Mittag, die Kinder spielen und nach dem Kaffee fahren wir – jeder in seine Richtung – wieder nach Hause“, erzählte Martin Wikowski. Eingekauft werde natürlich auch, versichern die Gäste. „Wir nehmen immer Kartoffeln und Äpfel mit. Wenn wir hier kaufen, wissen wir, woher die Sachen kommen. Das ist uns wichtig“, fügte Ehefrau Traudel Wikowski hinzu. Den durchaus weiteren Weg aus dem 50 Kilometer entfernten Herzberg nehme man dazu gern auf sich. „Es ist einfach abwechslungsreich hier.“

Auftritt von Wolf Junghannß

Während viele Besucher auf den Auftritt des Roger-Whittaker-Doubles Wolf Junghannß aus Oschatz warteten, gab es zuvor schon Unterhaltung: So hatten zum Beispiel die Mädchen und Jungen aus der Kindertagesstätte Cavertitz ihren großen Moment auf der Bühne. Vor voll besetzten Reihen trugen die Kleinen ihr Programm vor. Angeheizt von Moderator Stefan Bräuer sparten die Zuschauer nicht mit Applaus und feierten später auch Sänger Wolf Junghannß bei seinem Auftritt.

Unternehmen präsentiert sich

Dietmar Wiesner und Sylke Hesse vom Vorstand der Agrargenossenschaft Laas konnten gestern zahlreiche Kunden und Partner begrüßen und Fragen interessierter Besucher beantworteten. Mit dem Zuspruch waren beide sehr zufrieden, schließlich ist der Sonntag auch Gelegenheit, die verschiedenen Angebote und Dienstleistungen des Unternehmens vorzustellen. „Es ist ein schöner Dank für uns, wenn so viele Menschen hierher kommen“, sagte Sylke Hesse, „die Stimmung ist gut und die Leute fühlen sich wohl.“ Es sei schon eine Herausforderung, ein Fest dieser Größenordnung neben dem üblichen Arbeitsalltag zu organisieren, räumte Sylke Hesse ein. Doch mit Hilfe aller Mitarbeiter gelinge das. Außerdem kann die Agrargenossenschaft Laas zum Herbstfest auf Unterstützung aus Richtung Großböhla bauen: Dort unterstützt das Unternehmen das jährliche Ackerrace, und umgedreht packen Helfer des Autorrennens dann in Laas mit an. Hier servierten sie Schnitzel und Bratwurst oder kümmerten sich um das Schwein am Spieß.

Technikschau und Verkaufsstände

Auf dem Hof des Landhandels beeindruckte die Technikschau große und kleine Jungs, während Handwerker und regionale Anbieter ihre Waren anboten. Einer davon war Günter Rötzsch von der gleichnamigen Böttcherei aus Staucha, der in Handarbeit gefertigte Kübel, Schöpflöffel oder Schemel verkaufte. „Unsere Böttcherei gibt es schon seit 130 Jahren. Wer richtige Handarbeit sucht, der wird hier fündig“, sagte er. Für seine Behälter verwendet er vor allem Fichte, Lärche und Eiche, und während kleinere Gefäße schon einmal in zwei Stunden entstehen, dauert die Arbeit an größeren Kübeln durchaus mehrere Tage.

Sehen Sie eine Bildergalerie unter www.lvz.de/region

Von Jana Brechlin

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