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Oschatz Herbstfest in Thalheim – Bewährungsprobe für neuformierten Heimatverein
Region Oschatz Herbstfest in Thalheim – Bewährungsprobe für neuformierten Heimatverein
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08:38 23.10.2017
Die Bastelangebote beim Herbstfest des Heimatvereins Thalheim nutzten viele Kinder, um lustige Kürbisgesichter anzufertigen. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
Thalheim

Im Obergeschoss der einstigen Thalheimer Schule herrscht in einigen der Räume an diesem Nachmittag emsiges Treiben: Der Heimatverein hat am Sonnabend Kinder zum Basteln im Rahmen des Herbstfestes eingeladen. An der langen Tafel sind auch Mariella und ihre Freundin Joeline dabei, Gesichter in Kürbisse zu stechen. Andere Kinder greifen nach buntem Papier, Schnur und einigen anderen Utensilien, aus denen dann unter ihren Händen – manchmal auch mit etwas Hilfe von Erwachsenen – lustige kleine Drachen entstehen. „Wir freuen uns, dass so viele gekommen sind“, sagt Ruth Ahrens. Sie gehört zu den 22 Mitgliedern des Heimatvereins Thalheim.

Heimatverein neu formiert

Die Frauen und Männer sind überall im Vereinshaus oder auf dem Freigelände wie am Grill oder am Verkaufsstand mit ihren grauen T-Shirts mit dem Vereinslogo leicht zu erkennen. Nachdem es um den Verein im letzten Jahr etwas ruhig geworden war, hat er sich im Sommer neu formiert. Für den im August neu gewählten Vorstand ist das Herbstfest quasi die erste Bewährungsprobe. Die Stimmung der Heimatfreunde ist gut, viele im Ort unterstützen das Fest mit Spenden oder mit persönlichem Einsatz. „Dazu gehören auch die neu zugezogenen Familien“, berichtet die stellvertretende Vereinsvorsitzende Ines Gwosdz stolz. Im nächsten Jahr gibt es den Heimatverein 25 Jahre. Für die Mitglieder und den Vorstand ist es ein Ziel, dieses Jubiläum vorzubereiten und zu feiern. „Es wäre schlimm gewesen, wenn der Verein sich aufgelöst hätte“, sagt die Vize-Chefin.

Holunder- und Kürbissuppe

Zu den Ur-Thalheimern, die sich zum Festgelände auf den Weg gemacht haben, gehören Johannes und Marietta Herbst. „Es ist schön, dass im Ort noch etwas los ist und wir sind froh, dass der Verein weiter besteht“, sagt der 93-Jährige, als er mit seiner Frau den bastelnden Kindern zuschaut. „Ich bin selbst hier acht Jahre in die Schule gegangen.“ Draußen sind inzwischen viele der Plätze an den Tischgruppen unter dem Zeltdach gefüllt. Jung und Alt sitzt beieinander, tauscht Neuigkeiten aus und wartet, bis die vorbereiteten herbstlichen Köstlichkeiten ausgeschenkt werden. Nach Rezepten einiger Thalheimer Omas haben Elke Kade, Ines Herbst, Ines Gwosdz und Susan Oppermann nicht nur Kürbissuppe zubereitet. Sie bieten etwas Besonderes: Holundersuppe. Aber auch selbst gebackener Kuchen und Gegrilltes finden ihre Abnehmer. Später können Gäste einige der verzierten Kürbisse zu Gunsten der Vereinskasse ersteigern. Denn die muss gefüllt werden, nicht nur mit Blick auf das bevorstehende Jubiläum, sondern auch zum Unterhalt des Bürgerhauses durch den Verein.

Von Bärbel Schumann

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