Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Oschatz Herbstmode im Hochsommer: Modenacht steigt in Oschatz
Region Oschatz Herbstmode im Hochsommer: Modenacht steigt in Oschatz
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:18 12.09.2016
  
Anzeige
Oschatz

 Während die Oschatzer ein letztes Mal ihre luftigsten Sommeroutfits ausführen konnten, zeigten die Models auf dem langen Laufsteg schon am Nachmittag, was den Herbst so richtig heiß aussehen lassen wird. Trotz besten Badewetters zogen es die Bewohner der Gartenstadt anscheinend vor, die Trends für die kommenden Monate auszukundschaften, denn bereits zum Auftakt der Veranstaltung war der lange Laufsteg entlang der Sporerstraße und Lutherstraße gesäumt mit Zuschauern. Und auch die Resonanz an der Hauptbühne vor dem Thomas-Müntzer- Haus war beachtlich.

Schirm als Sonnenschutz, Prospekt als Fächer

Die herbstlichen Schals, Hüte und Jacken stellten die Models neben dem Lampenfieber vor ganz andere Herausforderungen. Regenschirme fungierten als Sonnenschutz, Prospekte wurden zu Fächern umfunktioniert und so manch eine tauschte unter dem langen Kleid das winterliche Schuhwerk gegen luftige Flip Flops. Juliane Korpowski, Inhaberin der Goldschmiede „Zierlichkeiten“ am Neumarkt brachte es kurz vor dem großen Auftritt auf den Punkt. „Ihr seid heute nicht hier als professionelle Models, sondern als echte Frauen, die den Oschatzern zeigen, was möglich ist, wenn man sich traut. Lächelt, Habt Spaß und genießt den Applaus!“, schwor sie ihre Models und die des „Zauberwaldes“ ein.

Zur Galerie
Wenn eine laue Spätsommernacht und die Oschatzer Modenacht aufeinandertreffen, dann ist in der Oschatzer Innenstadt Hali-Gali angesagt. Die die OAZ-Fotoimpressionen der Oschatzer Modenacht.

Und das Konzept ging auf. Schon kurz nach dem großen Laufsteg tummelten sich in den Oschatzer Läden die Kunden. Sie alle wollten die neuen Schnitte an sich selbst probieren, anfassen, wie sich die weichen Stoffe auf der, noch gebräunten Haut, anfühlen und sich „nur so zur Sicherheit“ schon einen knalligen Regenmantel zulegen. „Da kommt dann in den dunkleren Monaten keine Langeweile auf, wenn man in solch knalligen Teilen durch den Regen spaziert, freute sich Ariane Gräbel, die extra aus Dresden angereist war, um zu sehen, was eine sächsische Kleinstadt neben den Kirchtürmen noch so zu bieten hat.

Mode ist nicht nur Bekleidung in der Modenacht

Den Gästen der Modenacht fehlte es an nichts. Während es in der schattigen Lutherstraße von den Verkäuferinnen der Bäckerei Donat mit ihren hübschen Schürzen allerlei Leckerein aufgetischt wurden, servierte der Schuhladen „Wolf“ die Herbstmode gleich auf dem Silbertablett. Das der Begriff „Mode“ sich nicht nur auf textile Bekleidung beschränkt, ist fester Bestandteil des Konzepts der Modenacht. So ist es eben möglich, dass auch Raumausstatter, Handwerker oder Handarbeitsgeschäfte und Autohäuser zeigen können, was modern ist. „Wir vom Tui-Reisebüro setzen uns regelmäßig mit den Trends in Sachen Reisen auseinander. Auch in den Herbstferien wird wieder in den Urlaub gefahren!“ , so Anika Friede, die selbst auch mit ihren Kolleginnen in selbst genähten Flaggen Outfits Farbe auf den Laufsteg brachte. Und trotz der aktuellen Unruhen war auch die Türkische Flagge mit vertreten. So kann man natürlich auch ganz subtil ein Statement setzen.

Wenn der Bullterrier zum Model wird

Ganz außergewöhnlich war in diesem Jahr der Auftritt der Parfümerie Langer auf der Hauptbühne. Neben den Produkten für Herren und Damen stahl ein Model allen die Show. Geführt von Model Anna Katharina Thamsen stolzierte Arocs, ein Staffordshire Bullterrier, im Scheinwerferlicht über den Laufsteg um für das Hundeshampoo der Marke L’Ernolario zu werben. „Das war so mein persönlicher Beitrag zur aktuellen Debatte in Oschatz bezüglich Leinenpflicht und Listenhunde“, schmunzelt Besitzer Johannes Thamsen. Dies auch nicht der erste Auftritt für den Rüden, der schon öfter sein Können bei Ausstellungen unter Beweis stellen konnte.

Während auf der Hauptbühne am Abend ein buntes Programm mit der Wahl der „Oschatzer Modekönigin“ ihren Höhepunkt fand, ging es auf dem Neumarkt mit Musik von „Basti“ beschaulicher in den Abend. Die Laienmodels improvisierten mit ihren Outfits und den Accessoires und hatten schnell ein großes Publikum angelockt. Tierisch waren dabei nur die Accessoires. Bunte Pompidou-Frösche, stachelige Igel-Handtaschen sowie Amphibien und Insekten als Schmuck an Halsketten zeigten hier, wohin die modische Reise im Herbst geht, wenn man sich in den Zauberwald verirrt.

Interpretation der blauen Sneakers überzeugt die Jury

Aber auch die atemlosen Kandidatinnen um die Krone der Königin der Nacht fanden ihren Weg in die Goldschmiede Zierlichkeiten, suchten nach DEM Herbstschuh, um das Motto umzusetzen und ließen sich eine geflochtene Interpretation eines Herbststurms in die Haare zaubern.

Letztendlich war es spät am Abend, als Emely Eberhardt die Krone bekam. Ihre Interpretation der blauen Sneakers für kühle Herbsttage konnte die Jury überzeugen. Atemlos waren die Models nach dem langen Tag im Scheinwerferlicht sicherlich, doch die vollen Geschäfte, der Applaus des Publikums und der reibungslose Ablauf der Veranstaltung sollten nun erst einmal länger Gesprächsstoff sein, als „bis ein neuer Tag erwacht“.

Von Janett Rohnstock

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist geschafft. Der Schlossverein Leuben erhält 200 000 Euro für die Sanierung des Bauwerkes. Am Sonnabendabend konnte die Oschatzer im Fernsehen verfolgen, wie die Leubener sich gegen die Mannschaft vom Spittel Großengottern durchsetzte. Dabei lief nicht alles glatt und die Leubener mussten um den Sieg zittern.

12.09.2016

Die Wermsdorfer Suchtklinik setzt auf die Zusammenarbeit mit Partnern in der Region, um die Chancen für Abhängige, ein Leben ohne Drogen zu meistern, zu erhöhen. Deshalb veranstaltet die Einrichtung regelmäßig Fachtage für Mitarbeiter von Ämtern, Schulen oder Polizei. Nicht immer aber gelingt den Patienten der Neuanfang.

10.09.2016

Am 1. Juli 1991 wurde das Heidegut Dahlen gegründet. Gefeiert wird das 25-jährige Bestehen rund um den Nordsächsischen Naturmarkt auf dem Dahlener Kirschberg am 11. September. Die Gründer Hans Lehmann und Ernst Bößneck gaben der Oschatzer Allgemeinen Auskunft über die Anfänge und die Entwicklung der Agrarfirma.

10.09.2016
Anzeige