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Herzkranker René Kunath aus Schönnewitz bekommt von amerikanischen Forschern eine Zukunft

Herzkranker René Kunath aus Schönnewitz bekommt von amerikanischen Forschern eine Zukunft

Er ist einer von 18 Personen auf der ganzen Welt, die an einer amerikanischen Herzstudie teilnehmen durften. René Kunaths (46) Herz schlägt seit einem Jahr mit Unterstützung von Algen in medizinischer Form und vier Bypässen.

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René Kunath

Schönnewitz. Allein wäre es zu schwach. Es würde nur 15 Prozent seiner Leistung erbringen können.

 

Für den Schönnewitzer ist jetzt eine neue Zeit angebrochen. Im September 2010 wusste er noch nicht, was auf ihn zukommt. Als sportlicher und durchtrainierter Mann konnte er sich nicht vorstellen, plötzlich und schnell lebensbedrohlich zu erkranken. Immerhin war Kunath zu DDR-Zeiten "Stärkster Lehrling". Außerdem betrieb er Kraftsport. "Ich habe nicht abtrainiert", gibt er zu. "Angefangen hat alles mit Husten, und ich bekam Schmerzen im linken Bein. Dann ging es schnell. Ich wurde im Riesaer Krankenhaus notoperiert und bekam einen Herzkatheter. Es war sogar von Amputation des Beines die Rede".

Kunath habe hier erfahren, dass er schwer herzkrank sei. In diesem Moment sei für ihn eine Welt zusammengebrochen. Aber es musste weitergehen. Jetzt erwartete ihn das Herzzentrum in Dresden. "Ich wurde gefragt, ob ich mich an einer amerikanischen Studie beteiligen wolle. Die Studie werde an verschiedenen Orten durchgeführt, und es sollten etwa 18 Personen daran teilnehmen", erklärt der 46-jährige Familienvater. "Die Studie wurde veranlasst, organisiert und finanziert durch eine Firma in Kalifornien, die auch Sponsor ist. Operiert und behandelt wurde ich von einem amerikanischen Team." Damit ist der Schönnewitzer einer der ersten Herzpatienten weltweit, die mit dem Medikament auf der Grundlage von Meeresalgen - Algisyl-LVR - erfolgreich behandelt wurde. Betreut wird er noch zwei Jahre.

Euphorisch sagt er, ein Medikament auf der Grundlage von Meeresalgen in den Herzmuskel gespritzt bekommen zu haben. "Außerdem sind mir vier Bypässe implantiert worden." Bis Juni 2011 sei er krank geschrieben gewesen. Nach der Wiedereingliederung wurde René Kunath vom Leben erneut willkommen geheißen. "Wenn Menschen wie ich dem Tod schon in die Augen geschaut haben, sieht man das Leben ganz anders."

Bei all dem Kummer bekam sein Herz auch Freude zu spüren. "Vor einigen Tagen ist unser Sohn Holger ganz stolz nach Hause gekommen. Er hatte seinen Meisterbrief als Fleischer in der Hand", sagt er, und Ehefrau Iris (43) nickt erleichtert. Vater René auf dem Weg der Genesung und der Sohn mit dem Meisterbrief in der Tasche. Dessen Freundin Romy macht ebenfalls ihren Meister in Lageristik. "Ohne den Beistand dieses "Dreigestirns" hätte ich das sicher nicht überstanden", so René Kunath.

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