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Heute unterm Hammer: Campingplatz am Dammühlenteich

Heute unterm Hammer: Campingplatz am Dammühlenteich

Wieder einmal steht auf dem Campingplatz am Dammühlenteich eine Veränderung bevor. Dessen Eigentümerin, die Bundesanstalt für Immobilienangelegenheiten (Bima), bietet ihn heute in Berlin bei einer Auktion an.

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Der Platz am Dammühlenteich ist für viele Campingfreunde ihr zweites Zuhause. Der Bund als Grundeigentümer will den Platz heute verkaufen.

Quelle: Dirk Hunger

Vor drei Jahren hatte der damalige Pächter Joachim Gabriel erklärt, dass er seinen Pachtvertrag mit der Bima nicht verlängern werde. Ein Verkauf kam damals nicht zu Stande. Die Bima verpachtete das Gelände daraufhin an den Strehlaer Bauunternehmer Stephan Göpel. Dieser Vertrag läuft nun aus.

"Ich habe der Bima ein Angebot unterbreitet", sagte er der Oschatzer Allgemeinen. Ein "Liebhaberangebot", wie der Unternehmer betont. Die Reaktion der Bima habe ihn verwundert. Andererseits könne er deren Vorgehen als Unternehmer sehr gut nachvollziehen. Es sei viel billiges Geld auf dem Markt, für das es äußerst geringe Zinsen gäbe. Man finde sicher Investoren, die ihr Geld in eine Immobilie anlegen und auf eine Wertsteigerung hoffen würden, die über der Inflationsrate und den Erträgen für andere Geldanlagen liege.

Im Sinne der Camper am Dammühlenteich hofft Göpel auf etwas anderes. "Ein leistungsstarker Großbetreiber von Campingplätzen könnte sowohl den Kaufpreis stemmen als auch noch die Luft für die nötigen Investitionen haben", schätzt der bisherige Pächter ein. Das deckt sich mit einer Aussage, die er bereits nach dem Ende seiner ersten Saison am Dammühlenteich traf. Damals betonte er, dass eine höhere Qualität des Platzes nur zu erreichen sei, wenn zuerst der Bagger rolle, alles platt mache und dann neu gebaut werde. "Das kann nur der Eigentümer", unterstrich Göpel. Das war auch in den vergangenen drei Jahren die Bima, die sich jedoch zurückhielt. Gegenüber dieser Verwaltungsgesellschaft des Bundes hatte Stephan Göpel schon vor zwei Jahren sein Kaufinteresse am Campingplatz signalisiert.

Er wolle nicht nach Berlin zur Auktion fahren. Schließlich kenne er den laufenden Aufwand für den Platz und den Investitionsbedarf. Deshalb habe er nicht die Absicht, über sein ursprüngliches Angebot an die Bima hinauszugehen.

Sein Kaufangebot von zirka 30 000 Euro pro Hektar scheint die Bima als Grundlage für das Mindestgebot für die heutige Auktion genommen zu haben. Als Mindestgebot stehen 295 000 Euro im Katalog. Die vier Gebäude auf dem Platz werden als "in einem durch nutzungs- und zeitbedingten Verschleiß gekennzeichnetem Zustand" beschrieben. Sie seien in erheblichem Maße sanierungs- und modernisierungsbedürftig. "Vor einem Verkauf ist der Pächter immer unser erster Ansprechpartner", erläutert Johannes Tarnow, der bei der Bima für Verpachtungen zuständig ist. Man habe Herrn Göpel den Platz angeboten, aber nichts mehr von ihm gehört.

"Wir sind im Vorfeld der Auktion um eine Stellungnahme gebeten worden", erklärt Matthias Löwe (WHD), Bürgermeister der Stadt Dahlen. Es sei das Ziel der Stadt, den Campingplatz zu erhalten - privatwirtschaftlich betrieben. Er sei wichtig für den Bestand des Erholungsgebietes. Ein Vorkaufsrecht könne die Stadt nicht wahrnehmen, weil sie das Gelände nicht benötige, um eine Pflichtaufgabe zu erfüllen. Er hoffe, dass es weiterhin einen Pächter für den Platz geben werde.

Johannes Tarnow betonte, dass der Platz nicht für einen Betrag unterhalb des Mindestgebotes den Besitzer wechseln werde. Sollte heute kein Zuschlag erteilt werden, müsse man sich darüber Gedanken machen, ob der Herbst der richtige Zeitpunkt dafür sei, solche ein Objekt bei einer Auktion anzubieten.

Der Pachtvertrag von Stephan Göpel läuft am 31. Dezember 2015 aus. Dass die von ihm getätigten Investitionen nicht zum Kaufgegenstand gehören, steht in der Objektbeschreibung. Er werde also bald den von ihm errichteten Spielplatz wieder abbauen.

Aus der Oschatzer Allgemeinen Zeitung vom 25.09.2015

Axel Kaminski

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