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Oschatz Hier stimmt die Chemie
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17:11 30.08.2013
Dr. Madleen Busse (Mitte) experimentiert mit den Schülern Max Achilles und Emma Edelmann. Die Fachlehrer Holger Kielau (hinten links) und Matthias Schmittat verfolgen das Experiment. Quelle: Dirk Hunger

Gestern unterrichtete die 30 Jahre alte Wissenschaftlerin die Pennäler der Leistungsklasse. Fazit: Zwischen Lehrerin und Schülern stimmte die Chemie.

"Mich hat schon immer das Warum interessiert. In der Chemie kann man den Dingen auf den Grund gehen - bis in die atomare Ebene", erklärt die junge Frau ihre Studien- und Berufswahl. Nach ihrem Abitur 2002 am Riesaer Heisenberg-Gymnasium studierte die Gohliserin an der Uni Leipzig Chemie. Für ihre Promotion zog sie 2008 mit ihrem Mann Thomas, der aus Merkwitz stammt, nach Australien. Dort arbeitet sie seitdem an der Universität von Sydney, betreut Studenten und forscht. "Ich beschäftige mich mit einer neuen Therapie zur Krebsbekämpfung", sagt die Wissenschaftlerin.

Mit Mann und Tochter befindet sich die Chemikerin derzeit auf einer Urlaubs- und Konferenzreise in Deutschland. Bereits vor einem halben Jahr nahm sie Kontakt mit Holger Kielau, dem verantwortlichen Lehrer für den naturwissenschaftlichen Bereich am TMG, auf. "Ich möchte den Schülern einen Einblick in das Chemie-Studium geben und habe mir so gedacht: Es wäre schön gewesen, wenn das damals auch jemand bei mir gemacht hätte", beschreibt sie ihre Motivation.

Bei Max Achilles rannte die Wissenschaftlerin damit offene Türen ein. "Ich will auf jeden Fall in Richtung Chemie studieren - an der Hochschule Zittau/Görlitz", sagte der 18-jährige Mügelner. Emma Edelmann fand die Informationen zur Organisation des Studiums interessant. "Ich möchte ein naturwissenschaftliches Studium beginnen - aber nicht unbedingt Chemie", sagte die 17-jährige Neusornzigerin.

Mitte September fliegt Dr. Madleen Busse mit ihrer Familie wieder zurück nach Sydney. Ihr Arbeitsvertrag mit der Uni läuft im nächsten Jahr aus. "Dann wollen wir wieder zurückkommen - möglichst nach Ostdeutschland und am liebsten nach Dresden", sagt die junge Frau. Dann wird sich auch entscheiden, ob sie ihre akademische Laufbahn fortsetzt oder in die Wirtschaft geht. Arbeitsplatzsorgen muss sich die 30-Jährige nicht machen. Studierte Chemiker sind begehrt.

Frank Hörügel

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