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Oschatz Hilferuf der Oschatzer Verkehrswacht schallt bis nach Düsseldorf
Region Oschatz Hilferuf der Oschatzer Verkehrswacht schallt bis nach Düsseldorf
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14:38 05.03.2018
Claudia Schober-Herman (l.) und Anke Spindler vom Vorstand der Verkehrswacht Oschatz mit gespendeter Heckenschere und Kabeltrommel. Quelle: Foto: Christian Kunze
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Oschatz/Düsseldorf

Der Rasen am Verkehrsübungsplatz der Döllnitzhalle kann wieder gemäht werden – Dank der Hilfsbereitschaft zahlreicher Freunde und Unterstützer kann die Verkehrswacht Oschatz weitermachen – bis vor Kurzem stand ihre Existenz auf dem Spiel.

Zu Erinnerung: Vor reichlich zwei Wochen waren Unbekannte auf das Gelände eingedrungen, hatten den Container am Platz aufgebrochen und daraus sämtliche Arbeitsgeräte, Werkzeug und kleine Maschinen gestohlen. Auch sämtliche Schlüssel hatte die Diebesbande mitgenommen.

5000 Euro Schaden für die Verkehrserzieher

Nachdem in der OAZ, in den sozialen Netzwerken wie Facebook und MDR über die Tat und die Misere des Vereins berichtet wurde, rollte eine große Welle der Hilfsbereitschaft an, die so ihres gleichen suchen dürfte. „Wir haben in den vergangenen Tagen gemerkt, wie gefragt, angesehen und wichtig unsere Arbeit den Menschen im gesamten Altkreis Oschatz und darüber hinaus ist“, freut sich Frank Boden, Vorsitzender der Verkehrswacht. Nachdem der Vorstand in einer Krisensitzung die Frage diskutiert hatte, ob die Ehrenamtlichen aufgrund des entstandenen Schadens von rund 5000 Euro überhaupt weiter arbeiten können, ist diese Bestätigung von außen ein wohlwollendes Zeichen für die Verkehrserzieher.

In den Tagen nach dem Einbruch gingen beinahe stündlich E-Mails und Anrufe beim Vorstand und im Büro von Anke Spindler ein. „Jeder hatte etwas abzugeben oder war bereit, uns finanziell zu unterstützen“, berichtet sie. Den weitesten Weg nahm eine Heckenschere aus Düsseldorf. „Dort hatte ein Mann von unserer Not erfahren, der 1995 für seinen Motorradführerschein bei uns geübt hatte“.

Verkehrswacht freut sich über Hilfswelle

Die Hilfe für das Team kommt nicht von ungefähr, denn nahezu jeder Einwohner dürfte eine Verbindung zu den Angeboten der Verkehrswacht haben. Den Übungsplatz kennt seit dem Jahr 1992 jeder Grundschüler, auch zahlreiche Eltern und Großeltern wissen um die wichtige außerschulische Arbeit, die dort geleistet wird.

Nun können die Vorstandsmitglieder schon wieder lächeln, Schock und Ärger über den Diebstahl sind überwunden. Inzwischen gibt es bereits wieder Ersatz für die entwendeten Rasenmäher, Heckenscheren, Kabeltrommeln, den Werkzeugkasten und einiges mehr. Was nach wie vor fehlt sind eine Schubkarre, eine Axt, ein großer Laubrechen, eine Bügelsäge und eine Motorsense mit Faden. Weiterhin muss die Verkehrswacht die Schließanlage erneuern, was allein 400 Euro kosten dürfte. „Hierfür würden wir uns über die eine oder andere Geldspende freuen“, sagt Anke Spindler.

Die Verkehrserzieher waren indes nicht die einzigen, die in besagter Nacht von Einbrechern heimgesucht worden sind, die es auf Vereinsinventar abgesehen hatten. Im Oschatzer Ortsteil Merkwitz drangen Diebe außerdem beim Sportverein ein und entwendeten neben Werkzeugen und Gerätschaften auch den Rasentraktor des Vereins – hier wurde zwar nicht in so großem Stil zugelangt, jedoch beschädigten die ungebetenen Besucher am Sportplatz den Vereinsbus, um Zugang zu dem übrigen Inventar zu bekommen. „Wir sind guter Hoffnung, dass die Versicherung für alle entstandenen Schäden einspringt“, sagte Vorsitzender Stefan Helbig auf Nachfrage. Wer mit Sach- oder Geldspenden helfen möchte, erreicht die Verkehrswacht wochentags von 8 bis 11 Uhr unter der Telefonnummer 03435 931248 sowie unter der E-Mail : verkehrswacht-o@t-online.

Von Christian Kunze

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