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Oschatz Historische Fotos von Hermann Koczyk in Oschatz zu sehen
Region Oschatz Historische Fotos von Hermann Koczyk in Oschatz zu sehen
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15:59 15.03.2016
Dokumentierte das Leben in seiner Stadt: Fotograf Hermann Koczyk. Quelle: Hermann Koczyk
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Oschatz

Unter dem Titel „Erinnerungen an den Oschatzer Fotografen und Stadtchronisten Hermann Koczyk (1868-1942)“ ist derzeit eine aktuelle Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz zu sehen. Vera Koczyk, die Tochter des bekannten Oschatzer Fotografenpaares Martha und Hermann Koczyk, hinterließ der Familie Ruminski aus Riesa den fotografischen Nachlass ihrer Eltern.

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Die aktuelle Sonderausstellung im Stadt- und Waagenmuseum Oschatz zeigt teils nie veröffentlichte Ansichten von Oschatz, die der Stadtchronist Hermann Koczyk Anfang des 20. Jahrhunderts fotografierte.

Ein Teil davon könne nun erstmals dank der umfangreichen Aufarbeitung durch Roland Ruminski der Öffentlichkeit gezeigt werden, erklärte Museumsleiterin Dana Bach. Die Koczyks hatten ihr Fotoatelier übrigens in der Unteren Promenade. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen neben der Familiengeschichte Koczyk bislang noch nie veröffentlichte Ansichten von Oschatz, zum Beispiel von den Oschatzer Ulanen oder dem Oschatzer Stadtleben mit besonderen Höhepunkten aus der Zeit der Jahrhundertwende und der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Aber auch die Geschichte der Fotografie werde in der Sonderausstellung sehr anschaulich dargestellt, so Dana Bach weiter, unter anderem anhand von historischer Kameratechnik.

Durch seine Arbeit als Fotograf war Hermann Koczyk einer der wichtigsten Chronisten des Geschehens in Oschatz. Er hielt einmalige Ereignisse mit seiner Kamera fest: Aufnahmen vom Einsturz des Wasserturmes 1910, vom Besuch des Sächsischen Königs 1905, Ansichten des Oschatzer Marktplatzes sowie vom Wüsten Schloss. Er gehört zu denen, die die Fotografie in seiner Zeit revolutioniert haben – weg von der starren Atelieraufnahme, hin zu den Porträts von Menschen in ihrem normalen Lebensumfeld.

Auch an den Osterfeiertagen lohne es sich also, dem Stadt- und Waagenmuseum Oschatz einen Besuch abzustatten, wirbt die Museumschefin. Nicht nur die aktuelle Sonderausstellung, sondern auch die Ausstellung zur Oschatzer Stadtgeschichte, das Waagenmuseum und die Ausstellung zum Oschatzer Handwerk und bäuerlichen Wohnen haben am Ostersamstag und Ostersonntag jeweils von 14 bis 17 Uhr geöffnet (Karfreitag und Ostermontag geschlossen). In dieser Zeit ist auch ein Aufstieg auf den 25 Meter hohen Wachturm möglich.

Stadt- und Waagenmuseum Oschatz, Frongasse 1, Öffnungszeiten: Dienstag bis Donnerstag 9.30 bis 12.30 Uhr und 13 bis 17 Uhr, Freitag bis Sonntag 14 bis 17 Uhr

Von LVZ

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