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Oschatz Historische Postkutsche macht mit ihren Gästen wieder in Mügeln Station
Region Oschatz Historische Postkutsche macht mit ihren Gästen wieder in Mügeln Station
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16:06 16.05.2016
Siegfried Händler (l.) machte mit der Postkutsche zum ersten Mal in diesem Jahr in Mügeln Station. Sechs Passagiere entdecken mit ihm die Stadt. Quelle: Foto: Bärbel Schumann
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Mügeln

„Diese interessanten herrlichen Landschaften hätten wir per Auto nie so genießen und entdecken können. Einfach super“, schwärmt Anton Jarschke aus Zörbig. Er ist einer der sechs Postkutschen-Passagiere, die mit dem „Postkutscher“ Siegfried Händler und seinen beiden Kaltblutpferden Sepp und Franz von Leipzig bis nach Dresden über Land reisen. In der vergangenen Woche machten sie in Mügeln vom Kloster Nimbschen kommend Station. Im kleinen Mügelner Museum gab es den ersten Stopp, legten sie eine Kaffeepause zur Stärkung ein, ehe Christof Lobe sie in historischer Uniform durch die Stadt führte. Jarschke und seine Frau Gabriele hatten durch Zufall von dieser nicht alltäglichen Reisemöglichkeit per Postkutsche erfahren. Mit einem befreundeten Ehepaar waren sie nun sehr erstaunt, was es alles bereits nach der Hälfte der Distanz zu erleben gab.

Es ist die erste Postkutschen-Tour in diesem Jahr, die Händler startete. Mindestens fünf weitere sind geplant. Eine davon soll sogar vierspännig sozusagen als Eilpost auf die etwa 120 Kilometer lange Strecke gehen.

Diesmal wird Siegfried Händler einen neuen Postkutschenrekord aufstellen. Nicht etwa in der Schnelle der Fahrt oder der Distanz wird der begründet liegen, sondern in der „Fracht“. Jost Erbe aus Bonn ist mit seinen 94 Jahren der älteste Passagier, den Händler bisher auf einer mehrtägigen Reise beförderte. „Ich habe mich sehr intensiv auf die Fahrt vorbereitet und freue mich darüber, was ich erlebe“, erklärt der promovierte Geologe. Nebenbei meint er, dass eine Urlaubsreise am Steuer des Autos für ihn bis nach Sachsen nicht mehr in Frage komme. „Nicht nur aus Sicherheitsgründen für mich, sondern mit Sicht auf die anderen Verkehrsteilnehmer, weil das Reaktionsvermögen doch nicht mehr das Beste ist“, bemerkt der Senior, der mit seiner 89-jährigen Frau Siegrun dann ausgiebig von der Landschaft, den gastfreundlichen Menschen und vor allem von den vielen interessanten Dingen in den kleinen Orten fern der sächsischen Großstädte schwärmt. Am späten Nachmittag brach der Postkutsche mit ihren Passagieren in die Lommatzscher Pflege auf, wo das Hofgut Beutig das nächste Ziel der Reisenden war.

Von Bärbel Schumann

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